{"id":5885,"date":"2017-05-28T14:29:32","date_gmt":"2017-05-28T14:29:32","guid":{"rendered":"http:\/\/snaedis-auf-reisen.de\/?p=5885"},"modified":"2017-05-28T14:29:32","modified_gmt":"2017-05-28T14:29:32","slug":"aar-crewanforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.snaedis-auf-reisen.de\/?p=5885","title":{"rendered":"AAR Crewanforderungen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5893\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/snaedis-auf-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2017.05.28-01.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5893\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-5893\" src=\"http:\/\/snaedis-auf-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2017.05.28-01-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.snaedis-auf-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2017.05.28-01-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.snaedis-auf-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/2017.05.28-01.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5893\" class=\"wp-caption-text\">ARC2002, Ankunft in der Karibik<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf meinen letzten Post gab es auf Facebook zwei Kommentare bez\u00fcglich der Anforderungen an die Crews der Atlantik-Reise. Ein Facebook-Freund, den ich nicht n\u00e4her kenne, kommentierte, &#8222;Schade, dass \u00fcber die normalen F\u00fchrerschein-Kenntnisse herausgehende Qualifikationen gefordert werden&#8220; (der Kommentar ist inzwischen gel\u00f6scht worden, aber sinngem\u00e4\u00df, glaube ich, war er so) und ein Kommentar von Susanne von der SY &#8222;Zora&#8220; bzw. SY &#8222;Sieben&#8220;, &#8222;Ich finde schon, dass man mehr k\u00f6nnen sollte, als bei den Pr\u00fcfungen zum amtlichen Schein (SBF See, SKS) gefordert wird.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie waren die Anforderungen f\u00fcr diese Reise?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Atlantik und die Biskaya (Kategorie 1) f\u00fcr den Skipper: SHS bzw. C-Schein und f\u00fcr die beiden Wachf\u00fchrer: SSS bzw. BK-Schein. F\u00fcr alle anderen Etappen (Nordsee, Englischer Kanal, Europ\u00e4ische Atlantikk\u00fcste, Karibik, Antillen, US-K\u00fcste &#8211; Kategorie 2) f\u00fcr den Skipper und die beiden Wachf\u00fchrer: SSS bzw. BK-Schein. Zus\u00e4tzlich den Sportbootf\u00fchrerschein und je nach Fahrtgebiet ein SRC\/LRC Zertifikat. In der Crew zwei Personen mit Sani-Ausbildung (oder Arzt); ferner Skipper, Wachf\u00fchrer und 30% der Crew mit ISAF-Zertifikat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den Skippern und Wachf\u00fchrern erwartet der Verein, dass sie bereits praktische Erfahrung als Skipper\/Wachf\u00fchrer auf gro\u00dfen Yachten auf mehrt\u00e4gigen Offshore Fahrten haben, weiterhin sollen mindestens 1\/3-tel der Crew Erfahrung auf mehrt\u00e4gigen Offshore Fahrten haben. Die Skipper m\u00fcssen zus\u00e4tzlich eine &#8222;Trimmerlaubnis&#8220; f\u00fcr die &#8222;Kuh&#8220; ablegen. Die Crew soll den Anforderungen der Reise in den jeweiligen Fahrtgebieten physisch und psychisch gewachsen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle diese Forderungen finde ich gut nachvollziehbar und nicht unbedingt ungew\u00f6hnlich. Die Anforderungen gehen eigentlich nicht \u00fcber die der amtlichen F\u00fchrerscheine hinaus, jedoch will man eine Crew haben, die etwa zur H\u00e4lfte bereits Hochsee-Erfahrung hat. Das macht Sinn und gibt dem Skipper die Sicherheit, dass er das Boot notfalls mit dieser H\u00e4lfte der Crew segeln kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen ISAF-Lehrgang (typischerweise \u00fcber ein Wochenende) kann ich nur jedem empfehlen, egal ob Segler mit oder ohne amtlichen F\u00fchrerschein, weil einem dort komprimiert und praxisnah vermittelt wird, was alles bei l\u00e4ngeren Fahrten \u00fcber See wichtig sein kann:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Theoretischer Teil:<br \/>\n\u2022 Pflege und Instandhaltung der Sicherheitsausstattung<br \/>\n\u2022 Sturmsegel &#8211; Anwendung und Handhabung<br \/>\n\u2022 Schadenskontrolle und Reparatur<br \/>\n\u2022 Schweres Wetter &#8211; Vorbereitung und mentale Einstellung<br \/>\n\u2022 Person \u00fcber Bord<br \/>\n\u2022 Unterst\u00fctzung f\u00fcr andere Schiffe<br \/>\n\u2022 Unterk\u00fchlung<br \/>\n\u2022 SAR Organisation und Methoden<br \/>\n\u2022 Wettervorhersagen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Praktischer Teil (im Wellenbad Eckernf\u00f6rde bzw. bei der Firma Netlitz in Kiel):<br \/>\n\u2022 Rettungsinseln und Rettungswesten, \u00dcberlebenstraining See, Abwinschen<br \/>\n\u2022 Brandvermeidung und Brandbek\u00e4mpfung, Fettbrand<br \/>\n\u2022 Herz-Kreislauf Wiederbelebung und Erste Hilfe<br \/>\n\u2022 Pyrotechnik und EPIRBs<br \/>\n\u2022 Leckabwehr<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forderung, dass Wachf\u00fchrer und Skipper\u00a0bereits praktische Erfahrung als Skipper oder als Wachf\u00fchrer auf gro\u00dfen Yachten auf mehrt\u00e4gigen Offshore Fahrten haben sollen und die Skipper eine &#8222;Trimmerlaubnis&#8220; ablegen m\u00fcssen, finde ich ebenfalls unbedingt f\u00fcr erforderlich. Der Verein legt die Verantwortung f\u00fcr das 16 m Boot und die Crew von bis zu 10 Personen in die Hand von Skipper und Wachf\u00fchrer und muss gew\u00e4hrleisten, dass diese die geplanten Etappen unter allen m\u00f6glichen Wetterbedingungen p\u00fcnktlich und vor allen Dingen sicher absegeln k\u00f6nnen. Und wenn man das Segeln auf 10-12 m Booten gew\u00f6hnt ist, sind 16 m definitiv ein sehr gro\u00dfes Boot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forderung nach der physischen und psychischen Fitness der Crew muss man in Zusammenhang mit der Ausr\u00fcstung der &#8222;Kuh&#8220; verstehen. Anders als eine gleichgro\u00dfe private Fahrtenyacht hat die &#8222;Kuh&#8220; keine Kuttertakelung, keine Rollvorsegel, keine Lazy-Jacks, keine Ankerwinde (weder mechanisch, noch elektrisch), keine elektrisch betriebenen Fall- oder Schotwinschen, keine Selbststeueranlage, kein Bugstrahlruder. Also nichts, was einem irgendwie die Arbeit erleichtert. Ganz im Gegenteil, die Vorsegel werden im Profilvorstag gefahren, nicht an Stagreitern. Das hei\u00dft, wenn ein Vorsegel geborgen wird, muss die Crew auf dem Vorschiff jede Menge Quadratmeter frei fliegendes Segeltuch b\u00e4ndigen &#8211; schon bei moderatem Wind eine Aufgabe f\u00fcr viele H\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf l\u00e4ngeren Seestrecken ist es \u00fcblich, dass das stehende und laufende Gut regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft wird. Also, einmal in die Spibaumnock, die Schot auf Schamfilstellen checken, dann in den Masttop, die Fallen und Rollen checken, auf dem Weg nach oben die Wanten und Salingsbeschl\u00e4ge in Augenschein nehmen, auf dem Weg zur\u00fcck nach unten die Segmente des Profilvorstages pr\u00fcfen. Auf kurzen Etappen mag es ausreichend sein, dies im Hafen vor der Abfahrt und nach der Ankunft zu tun, aber auf l\u00e4ngeren Etappen muss dies auch auf See erledigt werden. Und Sch\u00e4den bei Schlechtwetter, die die Sicherheit des Schiffes beeintr\u00e4chtigen? In solchen Situationen muss die Crew eben auch k\u00f6rperlich in der Lage sein, die Reparaturen auf See durchzuf\u00fchren, auch oben im Mast und auch unter widrigen Bedingungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und sonst noch? Das Steuern nur mit den Segeln bei festgesetztem Ruder? An- und Ablegen unter Segeln? Ja, das ist etwas, was typischerweise nicht in Pr\u00fcfungen verlangt wird. Leider! Aber meiner Meinung nach sind das Grundfertigkeiten, die jeder Segler auf oder mit seinem Boot beherrschen sollte. Ich finde es wirklich bedenklich, dass es Segler gibt, die sich in Seenot w\u00e4hnen (oder es tats\u00e4chlich auch sind), nur weil ihr Motor nicht funktioniert&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meinen letzten Post gab es auf Facebook zwei Kommentare bez\u00fcglich der Anforderungen an die Crews der Atlantik-Reise. 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