Sonnenschein, blauer Himmel. Ulf hat Besuch auf der EARL GREY und läuft am Ostersonntag als erstes aus. Stefan und Familie will auch einen ersten Probeschlag mit dem SCHRAT machen. Ich muss noch das Rigg richtig hinstellen und die Segel anschlagen. Toller Service, Uli Münker hat mir Groß und G3 wieder an Bord gelegt. Das Groß hat neue Aluklemmen für das Achterlieksbändsel bekommen, und die G3 hat jetzt 4 Segellatten – das Achterliek machte eine hässliche „Kralle“, das ist nun Vergangenheit. Dann mache ich mich mit der SNAEDIS auch auf auf den Weg. Wir haben auflandigen Wind ENE 5, und ich überlege in die Förde hineinzusegeln.
Leuchtturm Friedrichsort im Gegenlicht als wir in die Förde einlaufen, wie schön. Vor dem Kanal warten zwei Feeder Containerschiffe und ein kleiner Kümo, die in den Kanal hinein wollen. C/V „Bernhard Schepers“ voller MAERSK Container in allen Farben, und C/V „Morsum“ mit einem Stapel von Hamburg Süd vor dem Deckshaus. Ein Multi-Purpose Vessel ankert auf der Reede vor Holtenau, ganz schön voll hier am ersten Tag auf dem Wasser. Aus dem Gegenlicht kommt die Oslo Fähre, die gerade abgelegt hat. Bei dem tollen Wetter sind schon einige Segler auf der Förde unterwegs.
Vor Möltenort kommen mir Ulf mit EARL GREY und Stefan mit dem SCHRAT entgegen, die sind also auch in die Förde gesegelt. Vor Düsternbrook gehe ich wieder auf Gegenkurs, binde ein Reff ins Groß und segele hoch am Wind wieder die Förde hinaus. Es klappt gerade so, dass ich ohne Wende durch die Friedrichsorter Enge hindurch komme. In der Strander Bucht ist es ganz schön wellig bei der Windrichtung und wir zischen halben Winds zurück zum Hafen. Nur unter Großsegel legt sich SNAEDIS schön an den Wind, da kann ich in Ruhe des Vorsegel einsammeln. Ein herrlicher erster Segeltag. Vom Wind zerzaust, Salz auf der Haut, Sonne im Gesicht. Gar nicht mehr so kalt wie beim Abslippen.


