Der letzte Tag

Eine Woche zu zweit - war schön

Eine Woche zu zweit – war schön

Als ich Mara morgens um kurz nach 8 Uhr frage, ob sie mit zum Baden kommt, ernte ich nur ein unwirsches Geräusch. Also gehe ich alleine zum Strand hinüber. Es ist schon sehr warm, das Wasser ist klar und erfrischend und es ist einfach schön, morgens als erstes eine Runde in der Ostsee schwimmen zu gehen. Beim Frühstück bemerken wir, dass doch ein leichter Wind aufkommt. Dann werden wir heute doch schon nach Strande zurücksegeln. Wer weiß, wie das Wetter am Sonntag wird. Eigentlich müssen wir morgen wohl Gewitter mit heftigen Regenschauern erwarten.

2013.07.27-01

Die Füße brauchen Abkühlung

Gegen 11 Uhr laufen wir aus, setzen die Segel. Zunächst laufen wir nur 4.5 kn, dann legt der Wind noch etwas zu und wir kommen auf 5.5 kn und zeitweise sogar auf 6 kn. Es ist diesig, warm, Land ist keins zu sehen. 140 Grad können wir genau anliegen, dann kommen wir ja mit einem Anlieger nach Bülk. Mara genießt die Sonne, läßt die Füße ins Wasser baumeln und liest versunken im „Solo für Pink Lady“ von Jessica Watson. Ich bin immer noch verwundert, dass sie das Buch so fasziniert. Schon als ich es neu hatte, hat sie es mir fast aus der Hand gerissen, und nun liest sie wieder darin. Auch die Begegnung mit Lina und Kathi, die nur sich selbst verpflichtet den Sommer verleben können, hat ihr, glaube ich, viel Spaß gemacht.

"Solo für Pink Lady" fasziniert immer wieder

„Solo für Pink Lady“ fasziniert immer wieder

Kurz nach Mittag sind wir in Strande zurück. Sogar unser Platz ist frei, obwohl wir ja eigentlich erst am Sonntag zurück sein wollten. Wir packen unsere Sachen zusammen, bereiten ein Resteessen zum Mittag. Heiner von der ENTE kommt vorbei und erzählt von seiner Sommerreise mit Doris. Mara hat so viele Spiefgeleier gemacht, dass Heiner auch noch eine Portion abbekommen kann. Dann unter Deck durchfegen, wischen, und das Deck noch einmal mit Süßwasser abspülen. Eine Woche Segeln bei allerbestem Sommerwetter ist vorbei. Mara und mir hat diese Woche zu zweit viel Spaß gemacht. Wir überlegen noch, was wir dann in zwei Jahren machen werden, wenn Mara ihre Schule abgeschlossen haben wird.

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Late Night auf JOLANTE

Hoch am Wind in Richtung Damp

Hoch am Wind

Gestern Abend waren wir noch bei Lina und Kathi auf der JOLANTE, einer Ohlensen 8.8, eingeladen. Beide haben in diesem Jahr ihr Abitur gemacht und sind mit Papa’s JOLANTE unterwegs. JOLANTE hat schon eine Nachfolgerin (LOTTA) bekommen, aber solange JOLANTE noch nicht verkauft ist, dürfen die beiden Mädels sie noch segeln. Spontan fällt mir dazu ein, dass doch auch Sönke Röver seine erste HIPPOPOTAMUS (auch eine Ohlsen 8.8) geschenkt bekommen hatte? Ich muss es nochmal nachlesen. Und will denn Lina’s Papa ihr nicht vielleicht das Boot schenken? Lina ist, glaube ich, sehr überrascht, diese Gedankengänge von mir zu hören. Und eigentlich hängt ihr Herz wohl auch noch am ersten Boot der Familie, einem Holz Folkeboot mit der Baunummer „3“. Mir macht es unglaublichen Spaß zu erleben, mit welcher Begeisterung insbesondere Lina beim Segeln ist. Und muss dabei selbst an meinen eigenen Abitur-Sommer denken, voller Segelreisen. Ich verabschiede mich schon etwas früher in die Koje, aber Mara bleibt noch ein Weilchen bei den beiden Mädels an Bord.

Wettfahrt bis Schleimünde

Wettfahrt bis Schleimünde

Deshalb schlafen wir heute morgen erstmal lange aus. Als Lina und Kathi sich schon zum Auslaufen fertig machen, bin ich erst am Brötchen holen. Kurz vor 12 Uhr sind wir dann auch unterwegs. Wir haben ESE Wind und müssen bis LT Kalkgrund aufkreuzen. Eine Dehler 33 kreuzt unseren Kurs und bis Schleimünde begenen wir uns noch einige Male. Die Dehler 33 läuft etwas mehr Höhe, dafür sind wir einen Hauch schneller. Der andere Papa freut sich anscheinend auch über diese kleine „Wettfahrt“, jedenfalls vermeiden wir vor Schleimünde noch die letzte Wende und rutschen bei 2.3 m Wassertiefe über das letzte Flach. Die Dehler biegt in die Schlei ab, während wir weiter in Richtung Damp segeln. Dorthin wollten die beiden Mädels mit der JOLANTE heute, und Mara hatte Lust die Beiden noch einmal zu treffen.

Nach einem opulenten Mahl mit Dänischen Frikadellen und Kartoffeln mit Pesto, dazu ein Jacobsen Dark Lager, 0.75 l, machen wir noch einen Rundgang durch den Hafen. Und für morgen früh lädt der Strand zu einem Bad ein – Wind werden wir morgen wohl keinen haben.

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Grusomme Mig 2

An der Promenade in die Stadt

An der Promenade in die Stadt

Ich habe gestern Abend bis um halb zwei noch meinen Krimi zu Ende gelesen. „Die Frauen, die er kannte“ von Hjorth & Rosenfeldt, auch unglaublich spannend. Das beste Krimi-Debüt seit Larsson, findet eine Schwedische Kritik. Jedenfalls so gut, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte, ohne es zu Ende gelesen zu haben.

Heute morgen hänge ich noch etwas durch. Wir müssen ein paar Lebensmittel einkaufen für die nächsten Tage, und gehen vormittags nach Sonderburg in die Stadt. Der Weg über die Prommenade am Wasser entlang ist immer wieder schön. Wir schlendern durch die Fußgängerzone, im Kino läuft „Ich, einfach unverbesserlich 2“ – allerdings auf Dänisch. Spontan entschließen wir uns, in die 16 Uhr Vorstellung zu gehen.

"Ich, einfach unverbesserlich 2" auf Dänisch

„Ich, einfach unverbesserlich 2“ auf Dänisch

Nachdem wir mit dem Einkauf zurück an Bord gewankt sind (12 l Wasser sind auch dabei) macht Mara Mittagessen. Der Rest Nudeln von gestern wird mit Brokkoli und einer Tomaten-Sahne Sauce aufgepeppt. Nach dem Abwasch brechen wir wieder auf in Richtung Kino.

In „Grusomme Mig 2“ amüsieren wir uns köstlich, auch wenn wir kaum ein Wort verstehen. Einige Knaller kennen wir schon vom Trailer, aber das macht nichts. Den sehe ich mir bestimmt auch noch einmal in Deutsch an. Die Minions sind einfach köstlich.

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We are Red, we are White …

Schatten!!!

Schatten!!!

Heute ist jetzt schon der fünfte Tag, an dem wir in T-Shirt und kurzer Hose segeln. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 30 Jahren einen so warmen Sommer beim Segeln erlebt zu haben. Gestern hatten wir noch überlegt, ob wir uns mit Nico und Birte von der TAM TAM treffen können, aber daraus wird leider nichts. Sie wollen den Wind heute nutzen, um nach Süden zu kommen. Wir hatten zuerst die Idee nach Dyvig zu segeln, aber da Ärösköbing gestern so proppenvoll war, wird es in Dyvig wohl auch nicht besser sein. Sonderburg wird wohl nicht so beliebt sein, da finden wir bestimmt eher einen freien Platz heute Abend. Nachdem wir die Segel gesetzt haben verschwindet Mara auf dem Cockpitboden unterhalb der Pinne, dort ist nämlich Schatten (!!!) und liest weiter ihr Buch.

Mara 4 m neben dem Boot

Mara 4 m neben dem Boot

Wir haben wohl nicht so richtig auf unsere Füße acht gegeben, denn die sehen inzwischen „Red“ (das, was oben aus den Schuhen herausrausragt) and „White“ (das, was in den Schuhen steckt) aus. Auf dem Kurs, wir haben das Vorsegel ausgebaumt, vermisse ich unseren Spinnaker doch recht heftig. Ich rufe meinen Segelmacher an, der letzte Woche noch Maße an Bord abngenommen hat, aber Uli ist noch im Urlaub, sagt man mir am Telefon. Gleich darauf sehen wir die NEEDLES AND PINS aus Söby auslaufen. Ob Uli dort an Bord ist? Da hätten wir die endgültigen Maße ja fast von Schiff zu Schiff besprechen können 🙂

Noch eine neue Perspektive

Noch eine neue Perspektive

Nach einiger Zeit ist es Mara aber zu langweilig und sie kommt auf die Idee, weitere Perspektiven zum Fotografieren auszuprobieren. Ich erzähle, dass ich mal Filmaufnahmen von der Spibaumnock gemacht habe – vor 30 Jahren. „Das hört sich ja interessant an“, meint Mara. Also, Spibaum anschlagen, Bootsmannstuhl anziehen, Spifall als Toppnant, Niederholer und Achterholer und gleich darauf schwebt Mara vier Meter neben dem Schiff. Ein paar Aufnahmen von der Bugwelle, vom Boot, von sich selber.“Kannst Du mich nochmal weiter nach unten fieren? So dass die Füße nass werden?“ Klar! Die Perspektive ist noch viel besser.

Ein Halo um die Sonne

Ein Halo um die Sonne

Hinter Skjoldnäs dreht der Wind auf SE, aber den Kurs hinunter nach Gammel Pöl können wir gut anliegen. Der Himmel zieht sich etwas zu und über uns ensteht ein Kreisrunder Halo um die Sonne. Das sieht man ja auch nicht alle Tage. Obwohl wir ohne Spi unterwegs sind, könnenw ir noch ein paar größere Bavarias abhängen. Und in Sonderburg sind tatsächlich noch eine ganze Menge Plätze frei. Mal sehen, wohin uns der Wind morgen hintreibt. Vielleicht wollen wir in die Flensburger Förde hinein, Glücksburg, Ochseninseln oder Flensburg Innenstadt – mal sehen.

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Vom Fliegen und vom Duschen

SNAEDIS fliegt und die Wellen duschen uns

SNAEDIS fliegt und die Wellen duschen uns

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns bei Sonnenschein und Wind auf den Weg nach Ärösköbing, Papas Geburtsort. Wir ziehen Großsegel und Genuar 3 hoch und segeln mit beständigen 7 – 8,5 Knoten in Richtung Dänemark. Papa freut sich, die Sonne scheint (man kann in kurzer Hose und T-Shirt segeln), bis Skjoldnäs haben 5 Windstärken aus ESE und das Boot fliegt dahin. Ab und zu verirrt sich eine Welle ins Cockpit und duscht uns kräftig.

Hier könnte Papa fast aus der Dachrinne trinken

Hier könnte Papa fast aus der Regenrinne trinken

Von Skjoldnäs bis Ärösköbing müssen wir kreuzen, und der Wind nimmt etwas ab. Dann beginnt die Suche nach einem freien Platz. Als erstes fahren wir in den Yachthafen, da müssen wir aber schnell feststellen das nicht ein Plätzchen noch frei ist. Auch im Handelshafen sieht es nicht viel besser aus. Wir erwischen ganz am Ende des Hafens ein Platz wo wir als viertes im Päckchen liegen. Nachdem wir festgemacht haben, legen wir Strom (das Kabel reicht gerade so), bezahlen das Hafengeld  und machen einen kleinen Spaziergang durch die kleinen Gassen am Hafen. Einige Häuser sind so niedrig, dass Papa aus der Regenrinne trinken könnte. Nach dem Abendessen genießen wir den Schatten unter Deck und lesen.

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Wenn ihr wüsstet…

Auf Augenhöhe mit den Enten

Auf Augenhöhe mit den Enten

„Wenn ihr wüsstet wo meine Füße sind…“, sagt Papa zu den Enten, als er morgens mit ihnen schwimmt und ich die Enten füttere. Papa gelingen eine ganze Menge Photos auf „Augenhöhe“ mit den Ente. Als er mit seinen Füßen paddelt und die Enten an den Wirbeln merken wo die Füße sind, verschwinden sie ganz schnell und warten mit sicherem Abstand auf Frühstückskrümel.  Nach unserem Frühstück befreien wir den Anker und die Kette vom Modder und machen uns dann mit Motor auf den Rückweg. Wenn Samstag wenig Wind war, gestern ein wenig, heute ist es spiegeglatt.

Die Klappbrücke bei Lindaunis

Die Klappbrücke bei Lindaunis

Bei der altehrwürdigen Klappbrücke von Lindaunis kommen wir pünktlich zur Brückenöffnung an. In Kappeln müssen wir waretn, obwohl wir nur mit 4-4.5 Knoten hierher getuckert sind. Ich verbringe die Zeit damit, mich in den ständig wandernden Schatten zu setzen (weil Papa die ganze Zeit Kringel fährt). Kurz nach Mittag kommen wir in Maasholm an und suchen uns eine Box. Aus der ersten mit grünem Schild müssen wir aber wieder raus, weil der Besitzer wohl heute noch zurückkommt. Zum Mittag gibt es für mich eine extra große Currywurst mit Pommes und für Papa eine Seelachsroulade mit Kartoffelsalat. Sattgegessen verbringen wir den Nachmittag mit Lesen und einem Schläfchen. Später machen wir einen Einkauf in der „City“ und bezahlen das Hafengeld.

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Seepferdchen im Wasser

Zwei Seepferdchen im Wasser

Zwei Seepferdchen im Wasser

Kopperby ist nicht nur ein kleiner gemütlicher Hafen, auch die sanitären Anlagen sind sauber und es gibt sogar einen Bäcker fast direkt am Hafen. Morgens noch gemütlich in der Koje lesen (der Krimi „Der Mann, der kein Mörder war“ ist einfach zu spannend), frühstücken, duschen, gemächlich setzen wir uns in Gang. Wir haben etwas mehr Wind als gestern, aber er kommt direkt von vorne, als wir weiter die Schlei hinauf segeln. Deshalb schaffen wir auch nicht die Brückenöffnung in Lindaunis um 12:45 Uhr, sondern erst eine Stunde später. Kurz hinter der Brücke will ich gerade Mara sagen, „kuck mal, da baden welche“, da sehe ich dass die beiden Mädels mit ihren Pferden bis zu den Ohren in der Schlei stehen. Zwei Seepferdchen im Wasser.

Noch eine neue Perspektive

Noch eine neue Perspektive

Im Laufe des Nachmittags wird der Wind immer weniger, so dass wir kurz hinter Missunde beschließen, nicht weiter in Richtung Schleswig zu treiben, sondern südlich von der  Marina Brodersby zu ankern. Das hatte Mara sich schon lange mal gewünscht. Als der Anker untern ist, gehen wir erst mal eine Runde schwimmen und fotografieren SNAEDIS vom Wasser aus. Papa lässt sich in der Sonne trocknen und vergisst, sich zu kämmen. Hinterher sieht seine „Frisur“ ganz flauschig aus. Mara holt das Pusteboot aus der Hundekoje und pustet es auf und paddelt in der Nähe umher. Nachdem sie sich damit vertraut gemacht hat, paddelt sie mit mir einmal zur Fahrwassertonne. Später versuchen wir noch den Teerstreifen von der Außenhaut zu polieren, den wir uns entweder vor der Brücke in Kappeln oder in Kopperby eingehandelt haben müssen.

Sommerabend

Sommerabend

Zum Abendbrot gibt es Nudelauflauf aus den Resten von gestern, verlängert mit Schafskäse und noch mehr Käse zum überbacken. Bisschen Käselastig, findet Mara. Ich könnte danach auch ein Schnäpschen vertragen. Langsam wird der vorbeiziehende Verkehr weniger und zum Abend kehrt Ruhe ein. Bis es dunkel wird und wir die Ankerlaterne setzen, sitzen wir im Cockpit und genießen die Zeit zu zweit.

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Kein Schatten in Sicht…

Neue Perspektive von der Badeleiter

Neue Perspektive von der Badeleiter

Schlafen bis zum Aufwachen, noch ein paar Seiten lesen, Mara bewegt sich auch langsam. Wir kaufen Brötchen, Frühstücken gemütlich, und fahren hinüber zur Tankstelle. „Einmal voll machen, bitte!“ 54,8 l gehen hinein, das kostet 89,24 Euro, wow! Na ja, das war ja auch mit Service. Und außerdem tanken wir ja nur alle 3-4 Jahre. Wir setzen Großsegel und Genua und kreuzen bei leichtem Wind die Förde hinaus. Hinter Bülk können wir abfallen, T-Shirt und kurze Hose sind schon fast zu warm. Wenn es schnell geht, fahren wir 4 Knoten. „Papa, ihr wart schon mal 10 kn schneller“, lästert Mara.

Stilleben auf dem Vorschiff

Stilleben auf dem Vorschiff

Mara sucht neue Perspektiven mit dem Photoapparat. Von der Badeleiter aus ein Blick ins Cockpit, Stilleben auf dem Vorschiff und als Mara sich an einer Leine hinterherzeiehen lässt, ein Bild vom Wasser aus. Kurz vor dem Sperrgebiet sehen wir den Schweinswal, der sich hier anscheinend immer herumtreibt (jedenfalls ist es das dritte Mal, das wir hier einen Außenbordskameraden treffen). Als wir am Sperrgebiet vorbei sind, verschwindet das bißchen Wind völlig und wir sammeln die Segel ein.

Im Wasser ist die Sonne nicht so heiß

Im Wasser ist die Sonne nicht so heiß

Maasholm? Kappeln? Ankern? Wir haben keine Brötchen und kein Brot, bemerkt Mara, Ankern fällt also aus, denn Mara will keinen Nudelauflauf oder Pellkartoffeln mit Tsatsiki zum Frühstück. Ich war noch nie in Kopperby, und habe inzwischen doch so viel davon gelesen, von der SIEBEN, der LIEBELEIN, von DIGGER, von TAM TAM und noch einigen anderen. Außerdem wird es dort nicht so voll sein am Samstagabend. Wir tuckern gemächlich die Schlei hinauf, warten eine viertel Stunde vor der Klappbrücke in Kappeln. Dabei geht Papa vor dem einzigen frein Platz vor der Brücke an zwei Pfählen längsseits – na toll, das freut die Segler, die einen Platz suchen. Kurz nach 16 Uhr sind wir in Kopperby fest.

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Kleine Sommerreise

Candlelight Dinner

Candlelight Dinner

Heute geht’s los zur „Kleinen Sommerreise“ mit Mara. Etwas unerwartet sind wir nur zu zweit unterwegs. Enja und Lee, die eigentlich auch mit wollten, müssen sich um eine neue Wohnung zum Studienanfang in Koblenz kümmern. Das ist einerseits schade, dass Enja und Lee nicht mitkommen können, andererseits freue ich mich aber auch, komme ich doch so auch in diesem Jahr wieder zu einer Segelreise zu zweit, diesmal mit meiner jüngeren Tochter.

Nach der Arbeit schnell Sachen ins Auto werfen, Mara einsammeln und bei Aldi noch ein paar Lebensmittel bunkern, dann zischen wir los nach Strande. An Bord machen wir es uns bei einem Glas Wein (für mich) und Apfelschorle (für Mara) mit einer Tüte Chips und Toffifee gemütlich. Morgen gehts richtig los 🙂

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Abi-Treffen in Marstal

Noch ein Super-Sommer-Segeltag

Noch ein Super-Sommer-Segeltag

Am Samstagmorgens um 10 Uhr treffe ich mich mit Britta und Susann. Wir sind vor über 30 Jahren in Neumünster zusammen zur Schule gegangen, haben uns vor einiger Zeit auf Facebook wiedergetroffen und vor ein paar Wochen zum Segeln verabredet. Britta wohnt noch in Neumünster, Susann kommt extra aus Mainz in den hohen Norden. Ihre Eltern wohnen aber noch in Schleswig-Holstein, deshalb ist sie öfters in der alten Heimat, und auch in Strande ist sie gerne, meist im Winter, und geniest die Seeluft, das Licht und den Grünkohl. Bis auf zu einigen Abi-Treffen haben wir uns 30 Jahre lang nicht gesehen und es ist spannend, in die Vergangenheit einzutauchen und zu hören, wie es den anderen ergangen ist. Das Wetter ist super, blauer Himmel, Sonne satt, Wind zuerst 2-3 Bft. aus NW, später etwas zunehmend, und wir entscheiden uns nach Marstal hinüberzusegeln.

Crewfoto in Marstal

Crewfoto in Marstal

Wir sind schon am frühen Nachmittag da und machen einen Bummel durch den Hafen und in die „City“, schlendern durch die Fußgängerzone zurück in Richtung Hafen. Wir werden von heftig winkenden jungen Leuten angehalten, Silja und Jan, die Schweinswalfreunde, die mit ihrer „Fritsjen“ im vergangenen Jahr die große Ostseerunde gedreht haben und hier in Marstal mit ihren Ostseerunde-Freunden Sarah und Moritz Waffeln futtern. Die Welt ist klein! Wir setzen uns dazu und klönen – übers Segeln, was sonst? Zurück an Bord gibt es als Aperitif einen Weiswein, dazu Oliven, Möhren und kleine Brezeln mit Käsedipp und wir genießen die Abendsonne und die gemütliche Stimmung im Hafen.

Der Sonntag fordert uns etwas mehr, WNW 5, in Böen 6 sind angesagt. Mit der kleinen Fock und 1. Reff rutschen wir schnell wieder zurück in die Kieler Förde. Susann steuert fast die ganze Zeit und man merkt, wie gut sie sich jetzt am zweiten Tag auf der SNAEDIS eingewöhnt hat und das ihr das Segeln heute einen Riesenspaß macht. Das war ein tolles Wochenende! Am nächsten Morgen bekomme ich eine Nachricht von Susann: „Sitze am Schreibtisch und fahre noch Boot, angenehm.“ – Super, so hat man doch viel Meer vom Segeln 🙂

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