Almabtrieb

Hoch am Wind

Hoch am Wind

Heute letzte Chance auf Segeln, am Wochenende kommt der Mast ab. Yvonne und ihre Freundin Petra sind zu Besuch. Yvonne’s Mann Alo ist diese Woche mit den Pfadfindern beim Meisner Treffen, wie meine Mädels auch. Deshalb hat sie Zeit und wir haben uns kurzfristig verabredet. Es weht ganz ordentlich aus SE, die Fallen schlagen gegen die Masten und der Wind pfeift in den Riggs. „Das klötern ist so schön – wie die Glocken beim Almabtrieb“, freut sich Yvonne.

Wir segeln zunächst hoch am Wind in Richtung Wentorf, Yvonne ist ganz begeistert wie schräg das Boot liegt und durch die Wellen geht. „Das ist ja wie reiten“, meint sie. Auf dem anderen Bug segeln wir in die Innenförde hinein. Etwas Sightseeing ist heute angesagt, Laboe, der Falkensteiner Strand, Friedrichsort mit der Lindenau Werft, die Einfahrt zum Nord-Ostsee Kanal, die Oslofähre die gerade ausläuft, Düsternbrook mit dem alten Olympiahafen, HDW bzw. Thyssen Krupp bzw. Abu Dhabi Mar und die U-Boote die gerade im Bau sind. Dann machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Zurück in Strande die Segel abschlagen und zusammenlegen. In Schilksee gehen wir im „Mövenschiss“ zusammen Essen und lassen den Tag ausklingen. Abends habe ich meine schwimmende Gartenlaube wieder für mich alleine.

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Machst Du es nochmal?

Der neue Gennaker von Faber & Münker

Der neue Gennaker von Faber & Münker

Viele Freunde haben inzwischen gefragt: „Wie war die Regatta?“ und „Bist Du zufrieden?“ – Gar nicht so einfach zu beantworten. Insgesamt waren 100 Boote gemeldet, 86 Boote waren am Start, davon haben 73 Boote die Regatta beendet (85%), 13 Boote haben aufgegeben (15%). Da ich mit Enja im vergangenen Jahr auch dreimal eine Nacht durchgesegelt hatte ohne zu schlafen, war ich mir ziemlich sicher, dass ich die „Silver Rudder“ Regatta auch durchhalten würde. Fast 36 Stunden waren allerdings sehr lang, so dass ich die Wettfahrt ja auch nur im „Cruising Mode“ zu Ende gesegelt habe. Zum Schluss fehlte mir der „Biss“ (oder ein direkter Konkurrent im Nacken) für mehr.

Die Platzierung in der Gruppe von 35 ft. bis 40 ft. war etwa so, wie erwartet. Als eines der Boote mit der größten Yardstickzahl war es klar, dass ich nach gesegelter Zeit zu den langsameren Booten gehören würde. Interessant ist, das die „IMX 40“, die „Molich X“, die „Ylva’s“ und die SNAEDIS nach berechneter Zeit bis auf +/-30 min. etwa alle gleich schnell waren. Von daher kann ich sagen, „Ja, ich bin zufrieden“. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir (SNAEDIS und ich) das ganz gut hinbekommen.

Auch wenn ich nach der Regatta spontan gesagt habe, „Nächstes Jahr bin ich nicht wieder dabei!“, scheinen mir das nicht alle zu glauben. Meine Tochter Enja nicht, und ich selbst wohl auch nicht, sonst wäre ich in der ersten Nacht nach der Regatta wohl kaum um 3 Uhr morgens wach geworden und konnte nicht wieder einschlafen, weil mir ständig im Kopf herum ging, was ich alles noch besser machen könnte.

Sonnig, aber frisch...

Sonnig, aber frisch…

Mindestens brauche ich wieder einen Windex an Bord (meiner war mir auf der Hinfahrt am Donnerstag weg geflogen), am besten einen mit Beleuchtung. Besser noch wäre eine Windmessanlage mit beleuchteter Anzeige im Cockpit. Auch wenn ich auf der nächtlichen Kreuz nördlich von Fünen gar nicht so viel verloren habe, wie ich befürchtet hatte – im Dunkeln an der Windkante segeln, da ist bestimmt noch Potential. Dann wäre es noch interessant zu wissen, ab welcher Windstärke und bei welchem Kurs bringt die Genua 3 verglichen mit der Genua 1 mehr Speed? Auch da bin ich mir unsicher, ob meine Wahl wirklich schon optimal war, oder ob ich mit der Genua 3 insgesamt besser gefahren wäre. Ansonsten sind die Segel nun mal 10 Jahre alt, da kann ich auch keine Wunder mehr von erwarten.

Ob ich nächstes Jahr nun wieder mitsegeln werde? Auch eine Woche später glaube ich immer noch nicht daran. Eher, dass ich mal „just for fun“ so Einhand Rund Fünen segele, wenn ich Lust dazu habe. Schaun mer mal…

Hier der Link zum Tracker von 2013:   TracTrac Silver Rudder 2013

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Zurück nach Hause

Der Sonne entgegen :-)

Der Sonne entgegen 🙂

Nach dem Wachwerden brauche ich etwas Zeit, um in Gang zu kommen. Im Kopf ist es immer noch etwas neblig. Gerade als ich frühstücken will, erinnert mich ein Däne an die Preisverleihung um 10 Uhr. Ooops! Die hatte ich gar nicht mehr auf dem Programm. Also eine Banane in die Hand, einen Kaffee gibt’s in der Halle. Bevor es los geht, werden noch Foto- und Filmschnipsel von der Regatta gezeigt. Auch die SNAEDIS unter Gennaker ist dabei. Sieht wirklich gut aus, das leuchtend gelbe Teil. First Ship Home war wieder die BARRAKUDA, ein 35 ft one-off Trimaran. Erster Einrümpfer die MANDALEY, eine IMS 40, Yardstick 83, war auch in meiner Gruppe. Da liegen ja WELTEN zwischen der SNAEDIS und dem Erstplazierten! Das werde ich mir auf dem Tracker aber noch mal genau anschauen. Interessant, wer so alles schon nachmittags um 14 Uhr zurück im Ziel war, während ich noch bis abends kurz vor 21 Uhr gebraucht habe.

Segeln macht schon wieder Spaß :-D

Segeln macht schon wieder Spaß 😀

Heute oder morgen nach Hause? Jetzt nach der Preisverleihung komme ich ja erst spät los, aber morgen soll das Wetter schlechter sein. Wetterwelt sagt W5, in Böen 6 an. Mmmmh? Wird morgen auch nicht besser: W-NW 5, in Böen 7. Heute schon wieder so lange Segeln? Kurz nach 12 Uhr laufe ich aus. Genua 3 und das 1. Reff im Groß scheint mir die richtige Besegelung zu sein. Bis Rudköbing kann ich ja ausprobieren, ob die Garderobe passt. Na, das darf wohl auch gerne das 2. Reff im Großsegel sein. Und die Windrichtung? 190 Grad kann ich gut anliegen, nach Kiel hätte ich aber gerne 210 Grad…

Praktische Starkwindbesegelung!

Praktische Starkwindbesegelung!

Bis wir an Marstal vorbei sind, hat der Wind zum Glück noch etwas weiter rechtgedreht. Draußen ist es ganz schön holprig, aber die Sonne scheint. Nun macht das Segeln doch schon wieder Spaß. Mit „lächelnden“ Segeln kann ich anfangs 205 Grad anliegen. Der Wind dreht weiter in Richtung W und nimmt immer noch etwas zu. Etwa auf halber Strecke nehme ich das Großsegel ganz weg. Weniger Krängung und mehr Speed, sehr spannend! Hatte ich vorher auf der SNAEDIS noch nie probiert, aber wenn man nicht alle Höhe braucht, eine sehr praktische Besegelung. Vor Kiel Leuchtturm liegt ein kleiner roter Tanker direkt im Weg. Die MOZART von GEFO (Gesellschaft für Öltransporte). Für die MOZART und ihre Schwestern habe ich vor 20 Jahren meine erste Leckrechnung angefertigt, seitdem verbindet mich ein sehr freundschaftlches Verhältnis mit dem Technischen Inspektor der Reederei. Genau um 20 Uhr bin ich zzurück in Strande. Nasse Klamotten aus, Heizlüfter an, und zum Essen zu Alexy’s – irgendwas mit Bratkartoffeln muss zum Abschluss dieses Wochenendes sein.

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Silver Rudder 2013

Unter Gennaker im Großen Belt

Unter Gennaker im Großen Belt

Fertig wie Flasche leer – so fühle ich mich, als ich wieder in Svendborg festgemacht habe. Über 36 Stunden waren wir unterwegs, das war lange – zu lange. Seit Fredericia hatte ich das Gefühl die Regatta ist zu Ende, und von da aus fahren wir nur noch in den Hafen zurück. Als es wieder dämmert narrt mich die Genua 3, die zusammengerollt unter Deck vor der Niedergangstreppe steht. Immer wieder denke ich, da unten steht jemand, der mit mir spricht – total übermüdet.

Der Strom spült uns über die Linie

Der Strom spült uns über die Linie

Aber der Reihe nach: Um 9 Uhr ist der dritte Start, da sind wir dran. Null Wind, der Strom schiebt den ganzen Pulk über die Startlinie. Ab und zu kommt ein leichter Hauch und wir kämpfen uns kreuzend aus dem Svendborgsund hinaus. An der Thurö Rev Tonne gehen die Spinnaker hoch. Halben Winds gehts es mit 3-4 Knoten nach Norden. Bei dem Kurs macht sich der flache Gennaker richtig gut. Ein Begleitboot vom Veranstalter und Stefan von der YACHT machen schöne Fotos von uns. Wir überholen diverse Boote (meist aus den Starts vor uns), aber wir sind auch schneller als die „Molich X“ oder die „Ylva’s“, die mit ihren großen Vorwindspinnakern (noch) nicht punkten können.

Den Gennaker fahre ich aus der Hand

Den Gennaker fahre ich aus der Hand

Vor der Großen Belt Brücke parken wir einige Zeit in einer totalen Flaute ein. Nach zwei Stunden kommt etwas Wind aus NNE wieder und wir mühen uns unter der Brücke hindurch. Vor Kerteminde wieder „Zwangspause“, dann setzt sich leichter W-Wind durch. Wie an einer Kette aufgereiht segeln wir weiter nach Norden. Es ist inzwischen stockfinster. Bei Korshavn geht es um die Ecke. An der Kreuz fehlt mir mein weggeflogener Windex sehr. Und ohne Windex und ohne Instrumente kann ich nur nach Gefühl hoch am Wind segeln. Hier werden wir wohl auf die Konkurrenz verlieren. Mit kurzen Schlägen kreuzen wir in Richtung Abelö. Kurz bevor wir die rote Tonne nördlich der Insel zu fassen haben, dreht der Wind von WNW auf WSW, also nix mit Anlieger in den Kleinen Belt (vorher konnten wir 240 Grad genau halten), schön weiter kreuzen.

Nach 36 Stunden am Ziel

Nach 36 Stunden am Ziel

Langsam wird es wieder hell. Und windiger. Wird langsam ein bißchen viel für die große Genua? Das war aber nicht angesagt! Geht noch? Vielleicht… Aber die Wolken, die da kommen… Geht nicht mehr! Runter mit der „1“, hoch mit der „3“! So ist es besser. Eine Stunde später sind die Böen durch und es geht wieder die „1“ hoch.. Mittags passieren wir Fredericia und Middelfart. Ich überhole noch ein paar Boote aus dem Start vor mir (eine Dehler 34 und ein Waarship 1010). Jetzt noch etwas Straßenbahnfahren, dann sind wir im Ziel, denke ich mir. Bei W 4-5 rutschen wir schnell den Kleinen Belt runter. Groß Navigieren braucht man nicht, es sind genug Boote vor uns, die uns den Weg weisen.

"Papa schläft", kommentiert Mara

„Papa schläft“, kommentiert Mara

Platt vor dem Laken segeln wir in den Svendborg Sund. Nochmal den Gennaker hoch? Kein direkter Konkurrent in Sicht, ich glaube die ausgebaumte Genua tut es auch. Wir überholen eine „Ylva“, der Skipper ist wohl auch fix und foxi. Als wir vorbei sind, baumt er auch sein Vorsegel aus. Langsam wird es wieder dunkel. Bevor es vor der Brücke eng wird, nehme ich schon mal das Vorsegel weg und lege Leinen und Fender klar. Im Kopf ist für mich das Race wirklich schon zu Ende. Dann darf die „Ylva“ auch noch mal überholen, die waren ja eigentlich auch schon vor uns hier. Das Begleitboot vom Veranstalter kommt auf uns zu. Stefan von der YACHT macht ein paar Fotos von einem völlig übermüdeten Segler. Nicht mehr im „Race-Modus“, auch nicht mehr im „Cruising Modus“, jetzt schon eher im „Harbour-Modus“. In der Landabdeckung ist inzwischen kaum noch Wind und es dauert noch eine Weile, bis wir endlich unter der Brücke hindurch und im Ziel sind. Geschafft!

Gut, dass noch ein einheimisches Boot vor mir in den Hafen fährt. Ohne den hätte ich das richtige Hafenbecken, total übermüdet und von den vielen Lichter, Spiegelungen im Wasser, „bedrohlichen“ Schatten getäuscht, nicht so einfach gefunden. Die Veranstalter haben eine Party organisiert, aber ich bin im Kopf völlig leer. Zwei Bier, zwei Teller vom Buffet – interessant wie gut frischer Salat schmeckt, schon nach 36 Stunden Segeln. Wie muss das erst nach einer Non-Stop Einhandweltumsegelung sein? – und dann falle ich nur noch totmüde in die Koje. Wievielter bin ich eigentlich geworden? Keine Ahnung, da kümmer ich mich später drum…

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Sonne, Spinnaker, Siebenknoten

Die Sonne geht auf :-)

Die Sonne geht auf 🙂

Heute gehts los nach Svendborg zur „Silver Rudder“ Regatta Rund Fünen. Wenig Wind ist angesagt und Uli Münker war so nett, mir die große Genua von der Reparatur noch am Mittwochabend an Bord zu bringen. Ein paar Kleinigkeiten sind an Bord noch zu erledigen, als ich Mittwochabend ankomme. LED’s für die Posi’s, damit ich die Nacht überstehe. Die neue Taschenlampe und die UKW Handfunke aufladen. Großsegel Persenning ab, die Schoten anschlagen, dann geht es morgen früh schneller. Abend essen, zwei Bier, und ab in die Koje. Am nächsten Morgen laufe ich kurz nach 8 Uhr aus Strande aus, Großsegel und Gennaker gehen hoch. Das neue Vorsegel leuchtet in der Sonne und als der Wind etwas zunimmt, kommen wir auf 7-7.5 kn bei halbem Wind. Der Tag fängt ja gut an!

Eine schöne spritzige Bugwelle machen wir...

Eine schöne spritzige Bugwelle machen wir…

Vormittags dreht der Wind etwas vorlicher und nimmt noch etwas zu. Nun fährt es sich mit dem Gennaker nicht mehr so gut. Vielleicht habe ich das Vorliek zu doll durchgesetzt? Das Segel steht sehr unruhig. Also gegen die Genua tauschen. Nun segelt es sich zwar viel angnehmer, aber es fehlen doch 0.5-1 kn Speed. Immer mit der Ruhe, noch ist ja keine Regatta! Leider ist in dem Moment mein Windex weggeflogen. Als ich wieder nach oben sehe, sieht der Masttop ungewohnt nackt aus. Na, das finde ich aber doch blöd, zur Regatta. Mmmmh! Vor Marstal wird der Wind wieder weniger und auf dem Schlag in Richtung Rudköbing setze ich den Gennaker mit Baum, wie einen Spinnaker. Geht auch ganz gut. Vor Strynö nimmt der Wind immer weiter ab. Bis 16 Uhr wollte ich gerne in Svendborg sein, Sicherheitskontrolle, im Regattabüro melden, Interview mit der YACHT, es stehen noch ein paar Punkte auf der „ToDo“ Liste heute vor der Steuermannsbesprechung.

Donnerstagabend vor dem Start

Donnerstagabend vor dem Start

Der Hafen von Svendborg ist schon voll. Vom Jollenkreuzer bis zur Alu Fahrtenyacht, vom Hobie 21 bis zu großen X Performance Cruisern ist alles dabei. 100 Teilnehmer haben insgesamt gemeldet, irre! Nach dem Anlegen hänge ich SNAEDIS erstmal ans Ladegerät, dann zum Regattabüro, Unterlagen in Empfang nehmen und die Startnummer ankleben. Dann steht Stefan von der YACHT am Steg. Sie wollen einen Beitrag über die „Silver Rudder“ Regatta mit Focus auf die Deutschen Teilnehmer bringen. Danach ist Steuermannsbesprechung. Die ganze Bootshalle ist voll, es gibt Bier, und man kann die aufregende Stimmung fast körperlich spüren. Mal sehen, ob ich heute schlafen kann. Jedenfalls werde ich morgen früh zeitig aufstehen, und mich mit den neuesten Wetterberichten versorgen, bis um 7 Uhr sicherlich die ersten Boote zum ersten Start auslaufen werden.

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Segel Wäscherei

Der neue Gennaker wird gleich gewaschen

Der neue Gennaker wird gleich gewaschen

Am vergangenen Wochenende war ich wieder mit Mara und zwei Freunden von ihr (Louisa und Lasse) unterwegs. Der Sommer neigt sich anscheinend langsam dem Ende, für den Samstag waren SW 4-5, später NW drehend angesagt, mit Schauerböen bis 6 Bft., für den Sonntag W 5, in Schauerböen 6-7 Bft.  Und, der Gennaker von „Faber+Münker“ war fertig, wie schön! Am Samstag ging es gleich in Regenschauern los. Da der Wind mittags auf NW drehen sollte hatten wir überlegt nach Eckernförde zu segeln. Aber erstmal wollte ich natürlich das neue, goldfarbene Vorsegel ausprobieren. Vor dem Wind aus der Strander Bucht heraus, und dann „hoch am Wind“ nach Norden in Richtung Damp. Trotz ordentlicher Schräglage fährt SNAEDIS wie auf Schienen 7.5 Knoten. Macht Spaß 🙂

Ein Wochenende mit Mara, Louisa und Lasse

Ein Wochenende mit Mara, Louisa und Lasse

Auf dem Stollergrund nehmen wir den Gennacker wieder weg, setzen die Genua 3 und kreuzen in Richtung Eckernförde auf. Meine Crew hat trotz des schaurigen Wetters gute Laune und nachdem der Wind auf NW gedreht hat, lässt sich auch die Sonne wieder blicken. In Eckernförde machen wir einen kleinen Snack zum Mittag, dann gehen wir vom Yachthafen in die Stadt, bummeln durch die Fußgängerzone, und leisten uns ein Eis. Zurück an Bord ist noch Zeit für eine Pause, ich lese „Das böse Mädchen“ von Mario Vargas Llosa und mache ein Nickerchen, während Mara und Louisa das Abendessen vorbereiten. Nach dem Essen (es gibt Nudeln mit roter Sauce) wollen Mara und Louisa eine DVD sehen und einigen sich auf „Mr. & Mrs. Smith“ mit Brad Pitt und Angelina Jolie. Der Film macht auch mir immer wieder Spaß.

Schauerböen, sonst gute Sicht

Schauerböen, sonst gute Sicht

Am Sonntag scheint zum Frühstück noch die Sonne, aber ab und zu pfeifen ganz schöne Böen durch den Hafen. Den neuen Gennaker lassen wir da mal lieber im Sack. Mit ausgebaumter Genua 3 kommen wir fast genau aus der Förde hinaus. Hinter uns braut es sich dunkelgrau zusammen und wir stecken noch schnell das erste Reff ins Großsegel und ziehen alle Ölzeug an. 6-7  Bft. sind in den Böen wohl drin, wie angesagt. Bald hört es wieder auf zu regnen und schnell sind wir an Bülk vorbei wieder zurück in Strande. Wir klaren auf und gehen zum Abschluss des Wochenendes (wie immer) bei Luzifer in Schilksee essen. Hat wieder viel Spaß gemacht mit Mara und ihren Freunden, trotz der vielfältigen Gelegenheiten die Segel zu waschen.

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German Classics in Laboe

Bei E 5 baut sich eine anständige Welle vor Strande auf

Bei E 5 baut sich eine anständige Welle vor Strande auf

An diesem Wochenende finden die „German Classics“ in Laboe statt. Ich bin am Samstag auch in Strande, muss noch etwas am Boot basteln. E 5 in Böen 6 sind angesagt, ganz schön unruhig im Hafen. Eine ordentliche Welle steht in die Strander Bucht. Ich bin heute Einhand unterwegs, also alles ganz sutje. Ablegen klappt gut (der Wind kommt ja auch fast genau von achtern), mit ordentlich Fahrt aus der Einfahrt hinaus und hinein in den Seegang. Die Selbststeueranlage hält prima Kurs, so ist auch das Segelsetzen kein Problem. Erst das Großsegel mit dem 1. Reff, dazu die Genua 3. Ein Schlag in Richtung Laboe. Da kommen auch schon die ersten „Klassiker“ auf dem Weg zum Start. Um hier auf und ab zu segeln und auf den Start zu warten, dazu ist es mir aber zu wellig.

Die "Falckenstein" kurz vor Friedrichsort

Die „Falckenstein“ kurz vor Friedrichsort

Ich wende und nehme Kurs auf Kiel Leuchtturm. Mit einem kleinen Schrick kann ich den Kurs gut anliegen. Ab und zu werde ich ordentlich geduscht. Irgendwann fällt mir ein, dass ich meine Kamera in das Lee-Schwalbennest gelegt habe. Die schwimmt da nun schon eine Weile – gut das die Kamera wassergeschützt ist! Am Leuchtturm drehe ich wieder um. Inzwischen sind die „Klassiker“ gestartet und kommen mir alle entgegen. Zuerst der neue „Peter von Danzig“, der ist aber wohl nur zufällig hier unterwegs, oder? Weiter in Lee erkenne ich den alten „Peter“, heute „Peter von Seestermühe“, die „Senta“ mit ihrem Spreizgaffelrigg, verschiedene Meter-Klasse Yachten, Schärenkreuzer, zum Teil weit weggerefft. Danach kommen die kleineren Boote, voran ein Knarrboot, viele KR Kreuzer und Folkeboote. Ein toller Anblick, leider bin ich zum Fotografieren zu weit weg, aber da müssen schöne actiongeladene Fotos entstanden sein heute.

Die "Color Fantasy" beim Auslaufen

Die „Color Fantasy“ beim Auslaufen

Nachdem ich auf dem ersten Stück so oft geduscht worden bin, segele ich zum trocknen noch weiter in die Förde hinein. Die „Falckenstein“ kommt mir voller Fahrgäste entgegen. Hier in der Innenförde ist das Wasser glatt und ich komme zu meinem Mittagsimbiss. Vor HDW drehe ich wieder um, gerade als die „COLOR Fantasy“ ausläuft. Aber ich bin schon rechtzeitig auf der anderen Fahrwasserseite. Zurück vor Schilksee nehme ich die Segel wieder weg. Nur unter Großsegel bleibt SNAEDIS auch ohne Selbststeueranlage schön am Wind liegen, sodass ich problemlos das Vorsegel einsammeln kann. Um das Groß zu bergen, muss ich bei dem Wind doch den Motor starten und das Boot mit der Selbststeueranlage im Wind halten. Ein toller Segeltag, aber doch ganz schön anstrengend, einhand bei dem Wind und der Welle.

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SølvRoret – Rund Fünen mit Melderekord

Veröffentlicht bei YACHT online am 14. August 2013:

SolvRoret ImageDie Ende September stattfindende Regatta von Svendborg könnte größtes Einhand-Rennen 2013 werden – mit an die 100 Yachten am Start. Kaum Regeln, keine Vermessung, ein herausfordernder Kurs, faire Meldegebühr – mit diesen Merkmalen haben die Dänen binnen eines Jahres die wohl größte internationale Solo-Regatta etabliert. Nur die „200 Myls Solo“ in Holland haben ähnliche starke Teilnehmerzahlen, werden aber nicht nonstop und auf festgeschriebener Route gesegelt.

Beim „Silver Rudder“ starten am 20. September an die 100 Boote, ein Fünftel davon aus Deutschland. Das wäre mehr als sechsmal so viel wie zum Auftakt 2012 und zeigt, wie attraktiv das einfache Rennformat ist.

Das Rennen führt gegen den Uhrzeigersinn von Svendborg nach Svendborg, also einmal ohne Unterbrechung rund Fünen. Ein kleiner Hochsee-Marathon von rund 150 Seemeilen, der sich bei hohem Kreuz-Anteil auch auf bis zu 200 Meilen gesegelte Distanz strecken kann.

Wie Morten Brandt Rasmussen, einer der Co-Organisatoren, gegenüber YACHT online erklärte, sind „derzeit schon 82 Yachten registriert“ – vom Mini-Transat-Renner über Fahrtenyachten bis hin zu schnellen Tris. Der Chefredakteur von Medienpartner „BådNyt“ rechnet mit weiteren Teilnehmern in den kommenden Wochen. Denn: „Bis zwei Tage vor dem Start bleibt die Meldeliste offen.“

Um der großen Nachfrage zu entsprechen und die Startfelder im navigatorisch anspruchsvollen Svenborgsund überschaubar zu halten, gibt es jetzt mehr Klassen als ursprünglich geplant: allein vier für Einrumpfyachten (18 bis 30, 30 bis 35, 35 bis 40 und über 40 Fuß), zwei für Mehrrumpfer (18 bis 28 Fuß und über 28 Fuß).

Hier der Link zum Tracker von 2012:   TracTrac Silver Rudder 2012

Einteilung der Einrumpfyachten in vier Gruppen

Für mich und die SNAEDIS bedeutet die Einteilung in vier Gruppen eine gewisse „Erleichterung“. Bis auf eine „Jeanneau Gin Fizz“ ist die Avance 36 in der Gruppe von 35 ft bis 40 ft LOA nun das kleinste Boot mit dem höchsten Yardstickwert (99) und das heißt für mich, alles bessere als ein vorletzter Platz nach gesegelter Zeit wird schon ein Erfolg sein.

Favoriten für die ersten Plätze in der Gruppe von 35 ft bis 40 ft dürfte die VORES BÅD (Molich X) sein, Vorjahressieger in dieser Gruppe, ein 12 m langes, schmales, flaches Dänisches Geschoss, von dem ich keinen Yardstickwert habe, ferner die MANDALEY (IMX 40) mit einem Yardstickwert von 83, die MIXED UP (X40) mit einem Yardstickwert von 85 und die OLINE (X119) mit einem Yardstickwert von 86.  Das wird total spannend, wie sich die Molich X, ein GFK Klassiker aus den frühen 70er Jahren, gegen moderne Performace Cruiser gleicher Länge schlagen wird.

Bei www.stockmaritime.com gibt es eine sehr schöne Beschreibung der Molich X .

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Wochenende in Blau-Weiss

SNAEDIS neben einer Variante 18

SNAEDIS neben einer Varianta 18

Ein langes Wochenende (Donnerstag bis Sonntag) mit Segelfreunden aus Bayern. Walter habe ich vor einigen Jahren auf „HandgegenKoje“ kennengelernt. Vor drei Jahren (2010) ist Walter mit seiner Tochter Miriam mit Enja und mir nach Skagen gesegelt, vor zwei Jahren (2011) bin ich mit ihm und seinem Sohn Sebastian Rund Fünen gesegelt. Im letzten Jahr hatte Walter im Sommer keinen Urlaub bekommen, und ich war mit Enja unterwegs, aber in diesem Jahr hat es wieder geklappt, dass wir wenigstens ein langes Wochenende unterwegs sind. In diesem Jahr ist Miriam wieder dabei, und sie hat noch ihre Freundin Miriam mitgebracht. Zum Glück haben beide einen anderen Spitznamen, sodass ich die beiden M+M’s, oder Miriam² mit „Miri“ und „Mimi“ ansprechen kann.

Das Wetter wird wechselhafter...

Das Wetter wird wechselhafter…

Am Donnerstag haben wir W-NW 4-5 und segeln von Strande nach Rudköbing. Nachdem wir unter Ärö Landschutz erreicht haben, macht auch Mimi das Segeln wieder etwas mehr Spaß. Da ist es gut, dass wir am Freitag wieder weniger Wind haben (W 2-3), als wir durch den Svendborg Sund nach Faaborg segeln. Eine Weile kreuzen wir parallel zu einer X99 durch den Sund, aber wir können die X99 auch nur halten, weil sie (wohl im Cruising Mode) zwei Reffs im Großsegel eingebunden haben. Der Samstag zieht alle Register um Mimi auch mal die andere Seite des Segelns zu zeigen, heftige Regen- und Gewitterschauer ziehen auf, als wir in Richtung Alsen kreuzen. Nachdem das Gewitter vorbeigezogen ist, setzt sich ein frischer Westwind durch und bringt uns schnell in die Schlei nach Maasholm.

Sonnenuntergang in Rudköbing

Sonnenuntergang in Rudköbing

Gerade als wir einen der letzten Plätze ganz innen am Steg A2 ergattert haben, stehen Silja und Jan von der FRITSJEN vor uns auf dem Steg. Enja und ich haben die „Schweinswalfreunde“ letztes Jahr im Internet verfolgt und später auf dem Ostseestammtisch kennengelernt. Nun haben wir uns in diesem Jahr schon das zweite mal getroffen. Zusammen mit Marc und Michi, einem anderen jungen Seglerpaar, das im nächsten Jahr die „Ostseerunde“ segeln will und im Moment noch ein geeignetes Boot sucht, gehen wir später zu acht essen und fachsimpeln über unser Lieblingsthema.

Ein ganz heißes gerät in Faaborg

Ein ganz heißes Gerät in Faaborg

Der letzte Tag versöhnt auch Mimi wieder ein wenig. Bei W 3-4 geht es fast völlig ohne Seegang flugs von Maasholm nach Strande zurück. Das war wieder ein ausgesprochen nettes Wochenende mit meinen Freunden aus Bayern. Walter, den mit seinem gusseisernen Magen nichts umhauen kann und der bei jedem Wetter die Crew auch tagsüber mit kleinen Snacks und Leckereien verwöhnt. Und die beiden M+M’s, die immer für einen lockeren Spruch gut waren und für gute Laune gesorgt haben während der vier Tage. Nächstes Jahr gerne wieder, aber dann nicht nur vier Tage 🙂

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Stetson Safari Cap

Stetson Grill Protection

Stetson Grill Protection

Am diesem Wochenende habe ich mich mit meiner alten Schulfreundin Karen zum Segeln verabredet. Wir sind in Neumünster zusammen zur Schule gegangen, sie war zwei Klassen unter mir. Vor drei Jahren sind wir uns in Barmbek zufällig über den Weg gelaufen, genauer gesagt, Karen hat sich in der U-Bahn zu mir gesetzt und mich gefragt, ob ich vielleicht „der“ Uwe aus Neumünster bin? Zufälle gibt es 🙂 Nun haben wir es endlich geschafft, uns auch mal zum Segeln zu verabreden. Karen ist keine „Seglerin“, hat aber ein paar Mal auf der Ostsee und im Mittelmeer eine Koje gechartert. Wir fahren Samstagnachmittag nach Strande und bringen unsere Klamotten an Bord. Wir machen einen Spaziergang nach Bülk und besetzen auf dem Rückweg einen der „Speisekörbe“ bei „Bruno“. Abendessen beim Sonnenuntergang mit Blick auf die Förde – wunderschön. Am Sonntag gehen wir segeln. Es ist leichter Wind, wieder schön warm, sonnig mit wolkigen Abschnitten. Wir genießen den leichten Wind und die Wärme, segeln zuerst nach Norden in Richtung Stollergrund, und nachmittags noch einmal in die Förde hinein bis Düsternbrook. Hier ist deutlich mehr Verkehr und Karen hat alle Hände voll zu tun auf die anderen Boote zu achten, zu überlegen wer Vorfahrt hat, abzuschätzen wie sie am besten den Vorfahrtsberechtigten Booten ausweicht. Dafür, dass sie sonst gar nicht segelt, macht sie das ziemlich cool.

Nach dem Wochenende mit Susan und Britta vor drei Wochen, nach der Segelwoche mit Mara vor einer Woche, ist der Montag nach dem Segel-Sonntag mit Karen nun der dritte Montag an dem ich mit schrecklichen Kopfschmerzen zur Arbeit wanke. Auch wenn ich bisher ein störrischer Sonnenhut-Ignorant war – heute geht es nach der Arbeit zu Globetrotter in Barmbek und ich erstehe eine „Stetson Safari Cap“, die hoffentlich ab sofort verhindert, dass mein Gehirn bei der prallen Sonne in diesem Sommer am Wochenende immer gebraten wird wie ein Spiegelei.

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