Ostwindwetterlage

Begegnung auf der Förde

Begegnung auf der Förde

Ostwindwetterlage. Weniger Wind als letztes Wochenende, und etwas wärmer ist es auch schon geworden. Schon seit ein paar Tagen hoffe ich, dass ich mich heute mehr mit dem neuen Gennaker vertraut machen kann. Den haben wir ja im vergangenen Herbst neu bekommen und das Setzen, Bergen und Mannöver gehen mir noch nicht so leicht von der Hand, wenn ich alleine segele. Halb 10 Uhr bin ich schon unterwegs. Einen Schlag in Richtung Fahrwasser, hoch am Wind geht es aus der Förde hinaus. Ein Traditionssegler kommt mir entgegen, sieht schön aus im Gegenlicht. Kurz danach ist Kiel LT querab. Wie oft mein Vater den auf Super 8 gefilmt hat, jedes Jahr wieder. „Hallo Leuchtturm, lange nicht gesehen!“

Goldgelb - tolle Farbe vor blauem Himmel

Goldgelb – tolle Farbe vor blauem Himmel

Zwei Meilen hinter LT Kiel gehe ich auf Gegenkurs und bereite den Gennaker vor. Zuerst habe ich noch Tüdel im Bergeschlauch und in der Sorgleine, aber dann steht das Prachtstück goldgelb leuchtend in der Sonne unter frühlingsblauem Himmel. Uli Münker hatte mir den Tip gegeben, das Vorliek mehr durchzusetzen, als ich es im letzten Herbst beim ersten Segeln gemacht hatte. Nun steht das Segel tatsächlich viel ruhiger als beim ersten Mal. Sehr schön. Eine Halse am LT Friedrichsort, eine zweite Halse vor Holtenau. Klappt echt gut, bin begeistert. Natürlich kann ich nicht ganz so tief fahren, wie mit einem Spinnaker, und ein paar Quadratmeter fehlen mir auch, aber das Handling ist einhand doch sehr viel einfacher.

G3, nun mit Segelatten - steht super!

G3, nun mit Segelatten – steht super!

Vor dem Marinearsenal packe ich den Gennaker ein und wir kreuzen wieder aus der Förde hinaus. Hoffentlich hat die Waschpo nichts dagegen, dass ich die ganze Breite der Förde ausnutze und Friedrichsort auf der falschen „Strassenseite“ passiere. Aber so mache ich das jetzt schon seit mehr als 35 Jahren. Nach fünfeinhalb Stunden bin ich wieder in Strande fest. Sehr schöner Segeltag. Von Bünger hole ich mir noch ein Stück Kuchen, den gibt es gleich mit einer Tasse Kaffee in der Sonne im Cockpit. Jetzt werde ich noch ein bißchen im neuen Erdmann „Ich greife den Wind“ schmökern, und dann bin ich hoffentlich wieder motiviert, morgen weiter an meinem ITTC Report zu schreiben, der bis Montag fertig werden muss. Hoffentlich kann ich mich morgen, so wie heute, ins sonnige Cockpit setzen.

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