Ansegeln und Mann über Bord

Vor dem Start vom Startschiff aus

Vor dem Start vom Startschiff aus

Am Sonntag ist Ansegeln. 5 Windstärken sind angesagt, mit Böen bis 7. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben wir immer mal wieder heftige Regenschauer, aber so windig wie angesagt ist es noch nicht. Vormittags wird der Regen weniger, dafür kommt der angesagte Wind. Alle Segelfreunde und Stegnachbarn sind sich nicht so sicher, ob sie wirklich gerne bei dem Wetter segeln wollen. Die kleine Fock habe ich dieses Jahr noch gar nicht gebraucht und muss erst noch die Segellatten einziehen, bevor ich das Segel anschlage. Für das Großsegel bereite ich gleich das 1. Reff vor. Kurz nach 10 Uhr laufen wir alle aus. Wir haben eine kurze Bahn (13 sm) und eine lange Bahn (20 sm) zur Auswahl. Heute habe ich richtig Lust, die lange Bahn zu segeln. Der erste Start (lange Bahn) ist um 11 Uhr, der zweite Start (kurze Bahn) um 11:05 Uhr.

Die "Kuh" und SNAEDIS auf der Startkreuz

Die „Kuh“ und SNAEDIS auf der Startkreuz

Die „Kuh“ (Baltic 52) ist kurz vor mir an der Startlinie, hinter mir kommt aber keiner mehr – haben sich alle anderen für die kurze Bahn entschieden? Da kommt noch die ARNDT (X 442) der Schulungs-gruppe von achtern, dann sind wir ja immerhin drei Boote, die die lange Bahn segeln. Nach einer kurzen Startkreuz geht es Platt vor dem Laken zur Tonne Kleverberg E. Danach haben wir zwei Raumgänge zur Tonne Stollergrund N und zurück zum Leuchtturm. 7 kn, 7.5 kn, 8 kn, in den Böen über 9 kn. Ganz schön windig, aber die Böen sind nicht so heftig wie in den Gewitterschauern auf dem Weg nach Bornholm vor zwei Jahren zusammen mit Enja. Von Kiel LT geht es hoch am Wind zur Tonne Stollergrund S, von dort wieder raumschots in die Förde zurück. Der Wind nimmt etwas ab und ich schütte das Reff aus. Die „Kuh“ ist über alle Berge, aber die ARNDT kann sich nicht so richtig von mir absetzen. Ob ich nach berechneter Zeit die „Kuh“ schlagen kann, kann ich nicht schätzen, aber die ARNDT sollte ich im Sack haben.

Nach 1 Std. zieht die ARNDT an mir vorbei

Nach 1 Std. zieht die ARNDT an mir vorbei

Vor Strande liegt das Ziel. Von weitem kann ich dort schon ein Seenotrettungsboot der DGzRS sehen, denn dort wartet noch eine Aufgabe auf alle Teilnehmer des Ansegelns. Eine im Wasser treibende Person (eine Puppe) soll aus dem Wasser geborgen werden. Damit ich besser manövrieren kann, stecke ich schnell zwei Reffs in Großsegel, dann brauche ich die Backstagen nicht zu bedienen. Das „schulmäßige“ Anlaufen mit Aufschiesser gelingt mir ganz gut, aber die 40 kg schwere Puppe zu Fassen zu bekommen und an Bord zu befördern, bekomme ich alleine und nur unter Segeln nicht hin. Das gibt mir doch etwas zu denken. Wenn ein Segler einer 2-Mann-Crew ins Wasser fällt und ohnmächtig im Wasser treibt, hat er wirklich schlechte Karten.

Ab und zu kommt auch die Sonne raus...

Ab und zu kommt auch die Sonne raus…

Das gemeinsame Grillen anschließend auf der Terrasse des Clubheims in Strande fällt ins Wasser, statt dessen „grillt“ die Kipcke-Crew Würstchen, Frikadellen und Fleisch in der Pfanne und richtet alles zusammen mit Beilagen, Salat und Saucen als Buffet an. Viel besser als selbst zu Grillen, so braucht niemand lange auf sein Essen warten.

Überraschung bei der Preisverleihung, in der Gruppe 1 auf der „langen Bahn“ bin ich doch tatsächlich erster geworden. Und das Einhand! 😀

Ergebnisliste Ansegeln KYC 2014

Ergebnisliste Ansegeln KYC 2014

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