Frühsommertag

Herrliche Sonne, aber über der Förde hält sich hartnäckig der Nebel

Herrliche Sonne am Samstag, aber über der Förde hält sich hartnäckig der Nebel

Als ich am Samstag Morgen in Kiel über den NOK fahre, ist es noch deutlich nebelig, aber der wird sich hoffentlich schnell auflösen. An Bord ist es noch etwas feucht und muffig – Nachwehen vom Ansegeln. Alle Luken auf, die Fock zum trocknen setzen, Polster in die Sonne, Ölzeug an die Nock des Großbaums gehängt. Wind ist keiner, und obwohl sich im Hafen schnell die Sonne blicken lässt, auf dem Wasser hält sich der Nebel hartnäckig. Chris de la Motte will eigentlich nach Sonderburg, aber er ist bald wieder in Strande zurück, der Nebel sei zu dick. Egal, ich habe mir sowieso etwas Maintenance vorgenommen.

Ich lackiere die Instrumentenkonsole über dem Niedergang, kaufe im Supermarkt ein, lese in der „Zeit“, installiere den neuen flexiblen Wassertank unter der Steuerbord Koje, genieße das Treiben im Hafen. Ein H-Boot wird geslipt, danach eine X/79 und eine kleine hölzerne klassische Yacht, Boote werden verholt, Masten gestellt. „Papa, ich bin nicht blöd!“, antwortet eine Tochter genervt ihrem Vater, der ihr irgendetwas zu genau erklärt. Ein Ehepaar unter dem Mastenkran. Er: „Die Achterleine nicht dichter nehmen!“ Sie: „Ich zieh überhaupt nicht an der Achterleine!!!“. Ich sitze hier auf der SNAEDIS wirklich in der ersten Reihe. Mittagessen, nachmittags ein Stück Kuchen, zwischendurch immer noch eine Schicht Lack auf die Konsole. Mit vollem Bäuchlein schlafe ich in der Sonne ein. Marina von der IRRLICHT weckt mich, sie ist heute in Burgtiefe ins Wasser gekommen und wir haben uns für morgen verabredet das Rigg gemeinsam zu trimmen.

Nachmittags ein Spaziergang nach Bülk und wieder zurück. Überall sitzen Pärchen und Familien am Strand, angeln und und grillen in der Abendsonne – ein richtig schöner Frühsommertag an der Ostsee.

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