Nochmal Marstal

Zahlenwimpel "1" im Achterstag, kennzeichnet mich als Einhandsegler

Der Zahlenwimpel „1“ im Achterstag kennzeichnet mich als Einhandsegler

Eigentlich wollte ich am vergangenen Wochenende gar nicht zum Boot, aber der Wetterbericht war sooo gut, dass ich am Freitagabend doch spontan nach Strande gefahren bin. Samstags WNW 3, Sonntags NNW 4, später abnehmend, keine Frage, es würde nochmal nach Marstal gehen. Strahlend blauer Himmel, in der Sonne noch herrlich warm, im Schatten allerdings schon etwas kalt. Die ENTE mit Doris und Heiner ist auch unterwegs, aber schon seit Freitagnachmittag. Sie sind am Freitag schon nach Maasholm gesegelt, und wir haben uns für den Samstag in Marstal verabredet. Ich bin schon früh unterwegs und komme fast gleichzeitig mit der ENTE in Marstal an. Als ich in die Hafeneinfahrt einbiegen will, warten dort eine Menge Dänische Boote unter Segeln. Gerade vorher sind ein paar Ruderboote ausgelaufen, mit dem nächsten Schuß starten die Segler (wohl zum Absegeln) und als ich denke, nun ist alles frei, machen sich mit dem letzten Schuß die Motorboote auf dem Weg zum Ab-„Segeln“.

Sonntagmorgen, den Bug wieder nach Süden gerichtet

Sonntagmorgen, zurück nach Hause

Der Hafen und insbesondere die Gästestege sind ungewohnt leer. Jedes neue Deutsche Boot scheint vom KYC zu sein, oder zumindest aus Kiel zu kommen. Kein Wunder bei dem Wetter. So können wir ein Anleger nach dem anderen verfolgen (und kommentieren). Später am Nachmittag laufen sechs gleiche HR 34 vom British Kiel Yacht Club ein. Spannend zu sehen, wie die Engländer ihre Anleger fahren und rückwärts in die Boxen einparken. Eines der Boote hat sich an einen anderen Steg gelegt als die übrigen fünf, die alle nebeneinander liegen. Das stört Doris‘ Ordnungssinn. Nach dem Abendessen treffen wir uns mit Doris und Heiner, Leena und Carsten bei Antje und Stefan auf dem SCHRAT und vernichten die übriggebliebenen Getränkevorräte der Saison.

Einlaufend in die Förde

Einlaufend in die Förde

Am Sonntag das gleiche herrliche Wetter. Der Wind kommt etwas raumer und statt mit der großen Genua kann ich mit dem Gennaker fahren. Mal wieder ein paar Fotos mit dem sonnengelben Vorsegel. Die Engländer haben alle den Spinnaker gesetzt, aber SNAEDIS ist etwas schneller. Die vier, die vor mir ausgelaufen sind, habe ich bis Kiel Leuchtturm fast alle eingeholt. Einer der Engländer traut seinen Augen nicht, als ich in Lee unter ihm durchfahre. Aber er hat seinen Spinnaker auch viel zu eng geschotet. BARLAVENTO vom KYC ist etwas schneller als ich (eine Comfortina 38), aber sie sind irgendwann zu weit nach Lee gefahren, sodass ich in Strande nur ganz knapp nach ihnen ankomme.

Gut, dass ich schon so zeitig unterwegs war. Nachmittags erreicht mich Mara’s sms, „Kannst Du mich um 18:12 Uhr am Bahnhof in Harburg abholen? Bin krank!“ Na klar, Taxi kommt gleich 🙂


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