Die Schlacht ist geschlagen!

Schriftliche Abi-Prüfungen geschafft!

Soooo, nach etlichen schlaflosen Nächten, schweißgebadetem Aufschrecken aus Alpträumen habe ich es nun endlich geschafft. Liebesgedichte, Aktionspotenziale, spanische Entdecker um 1500 und Redoxreaktionen können mir erst mal egal sein. Meine schriftlichen Abiturprüfungen in den Fächern Chemie, Biologie, Deutsch und Geschichte liegen hinter mir. Zwar muss ich jetzt noch über einen Monat auf die Ergebnisse dieser Klausuren warten, aber immerhin bleiben die Panikattaken am Abend vorher vorerst einmal aus. Dafür habe ich jetzt zwei entspannte Wochen, um mich seelisch auf meine mündliche Matheprüfung vorzubereiten. Nachdem ich nun dieses Wochenende meine letzte Klausur schon gebürend mit einem Plastikbecher Sekt bei großem Feuerwerk nach der Taufe der AIDAmar gefeiert habe, kann ich mich am folgenden Wochenende ja wieder ins Lernen stürzen.

Am Mittwochabend werden mein Vater, meine Schwester, ihre Freundin und ich uns auf den Weg nach Strande machen. Dann haben wir vier Tage Zeit das hoffentlich schöne Wetter auf See zu genießen und alles wichtige und unwichtige Mathezeugs in den Kopf zu kloppen. Am Sonntag feiern wir dann noch die Konfirmation der Tochter meiner Patentante in der Nähe von Kiel. Am 25. Mai werde ich dann die Gelegnheit kriegen die Effektivität des diesjährigen Himmelfahrtsausfluges zu testen.

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Erprobungen

Erprobung von "Valentin", der Selbststeueranlage

Das Wochenende am 5./6. Mai stand unter dem Motto „Erprobungen“. Am Samstag Kalibrierung von „Valentin“, der Selbststeueranlage. Um die Deviation des Kompasses zu bestimmen musste ich zwei Drehkreise fahren, ganz langsam (Geschwindigkeit unter 2 kn) und mit langsamer Drehgeschwindigkeit. Das Lernprogramm war zufrieden mit mir, prima! Als nächstes Zick-Zack Manöver in verschiedenen Stufen. Schon fertig? Das ging ja schnell. Las sich in der Bedienungsanleitung viel komplizierter und langwieriger. Schnell die Segel gesetzt und noch einmal raus auf den Stollergrund. Der Wind ist moderat, hinter Bülk steht noch eine alte Welle, aber die Sonne scheint und die Selbststeueranlage macht ihre Sache super. Gegenüber dem alten Pinnenpiloten eine riesige Verbesserung, denn „Valentin“ bleibt auch auf Kurs, wenn das Boot in einer Bö zum Kurshalten mal einen größeren Ruderwinkel benötigt.

Als ich wieder im Hafen zurück bin lädt Ulf mich zum Maikringel und Maibock ein, als Einstand für seine neue EARL GREY. Später will Stefan noch eine Runde drehen und Stefan, Ulf und ich segeln mit dem SCHRAT noch einmal nach Wentorf hinüber. Weil der Wind auf dem Rückweg langsam etwas schwächelt kramt Stefan noch den Spinacker raus.

Der neue Bergeschlauch für den Spinacker

Am Sonntag ist nur leichter Wind, aber das ist genau das Richtige, um den Bergeschlauch für den Spinacker auszuprobieren. Von unserem Segelmacher „Sail-House“ habe ich für unsere Reise Rund-Ostsee einen Black-Box Bergeschlauch geordert. Gemeinsam mit Heiner’s ENTE kreuzen wir aus der Förde hinaus auf den Stollergrund und dann geht es unter Spinacker wieder in die Förde zurück. Beim ersten Setzen hakelt der Schlauch noch beim Hochziehen, aber danach klappt das Rauf- und Runterziehen des Schlauches wie am Schnürchen. Nun haben wir auch nur ganz wenig Wind, aber das Ding rutscht wie geschmiert, viel besser als ich es vor ein paar Jahren auf der LANCET kennengelernt habe. Das netzartige Schlauchmaterial und der große ovale Trichter sorgen für das super Handling.

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Basteln I

Das lange Wochenende am 1. Mai wollte ich dazu nutzen, ein paar Punkte der ToDo Liste abzuarbeiten. Gar nicht so einfach: Samstag – für Maras Geburtstag einkaufen, Montag – Mara’s Geburtstagsfeier, Dienstag – Opa’s Geburtstag. Bleibt der Sonntag fürs Boot…

Am Sonntag war ich auf der SNAEDIS und habe die neue Selbststeueranlage installiert. Der Gyro kommt nahe dem Drehpunkt des Bootes unter die Steuerbordkoje, der Controller hinter die Schalttafel ans Schott, die Bedienungseinheit passt genau in ein vorhandenes Loch im Schott unter dem Traveller. Die kleine Steckdose kommt zu den anderen ins Steuerbord Schwalbennest. Zig Meter Kabel sind hinter der Verkleidung zu ziehen, das dauert eine Weile bis ich fertig bin. Aber schließlich ist alles geschafft und die Standprobe der Anlage habe ich auch erfolgreich abgeschlossen.

Bastelwetter

Das Wetter ist grau, es ist ordentlich windig, sodaß sogar bei den MAIOR Regatten am Sonntag nicht gestartet wird. Abends läßt der Wind langsam etwas nach, trotzdem rollen bei dem starken Ostwind immer noch große Wellen an den Strand. Tagsüber habe ich gar nicht so sehr gemerkt, wie kalt es noch ist, aber Abends bin ich doch etwas durchgefroren. Die Familie zu Hause in der Nordheide schwärmt derweil von sommerlichen 20 Grad C auf der Terasse.

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Erster Schlag Segeln

Erster Schlag

Am Sonntag war ich mit Mara am Boot, den ersten Schlag segeln und für ihre Erdkunde und Chemie Arbeiten lernen. Enja hatte keine Zeit, am Samstag und heute am Montag waren die ersten Abiturprüfungen.

Vor dem Segeln  mussten wir jedoch erstmal das Großsegel anschlagen. Draußen war es sehr flau, aber wir mussten mit Regenschauern rechnen. Da passte es ganz gut, dass ich unsere neue Genua III von Sail-House ausprobieren wollte. In der Strander Bucht war etwas Wind und wir segelten zunächst in Richtung Fahrwasser, dann nach Bülk. Weiter draußen war gar kein Wind mehr. Mit uns waren die Seesegler in der Strander Bucht unterwegs, um unter dem Motto „Go for Speed“ für die kommende Regatta Saison zu trainieren.

http://www.kyc.de/regatten/go-for-speed.html

Von Land her schob sich drohend eine dunkle Wolke auf die Förde und wir verpackten uns rechtzeitig wasserdicht. Mit der Wolke kam auch etwas Wind und ich musste beim trimmen des Fockfalls feststellen, dass die Genua III schon zu Blocks war und immer noch nicht genug Spannung auf dem Vorliek war.

Ärgerlich! Da muß der Segelmacher nochmal ran und am Kopf etwas kürzen.

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Herzstillstand…

„Birds fly, fish swim and men run“, erklärte mir einmal Mr. Lee, einer unser Koreanischen Kunden auf meine Frage, ob er schon einmal gesegelt sei. Und genauso wie Menschen laufen, und nicht schwimmen oder fliegen – Boote schwimmen, aber sie fliegen nicht. Und wenn sie es doch einmal tun (nämlich zweimal am Jahr beim auf- und abslippen), führt dies regelmäßig zum „Herzstillstand“ der Eigner, wenn ihr eigenes Boot im Kran hängt und „durch die Luft fliegt“.

Bei uns war es in diesem Jahr wieder am 14. April so weit. Ein großer Kran von Sünkler steht schon seit dem Vorabend für die Boote bereit und ab 07:30 Uhr lassen der Takelmeister und der Kranführer die ersten Boote „fliegen“.

SNAEDIS fliegt 🙂

So früh ist es noch ordentlich kalt, die Boote die im Schatten stehen haben noch Rauhreif an Deck, es ist glatt wie auf einer Eislaufbahn. Zuerst kommen zwei ganz große Boote ins Wasser, die die Werft auf dem Hafenvorfeld bereit gestellt hat, dann geht es schlag auf schlag mit den nächsten Booten. Vom NDR ist ein Filmteam da, das die diesjährige Kranaktion für einen Beitrag im Schleswig-Holstein Magazin dokumentiert. Auch die SNAEDIS „fliegt“ hoch über unsere Köpfe und ich sehe das Boot mal aus einem ganz ungewöhnlichen Blickwinkel.

Mittags sind alle 27 Boote, die an der gemeinsamen Slipaktion teilgenommen haben, im Wasser. Nun kann ich Polster, Segel, Schlauchboot und alles was sonst noch während des Winters im Keller gelagert hat, wieder zurück aufs Boot tragen. Am Sonntagvormittag regent es. Genau richtig, um das Deck und das Cockpit zu schrubben und vom Winterdreck zu befreien. Mittags stelle ich mit Heiners und Stefans Hilfe den Mast, nun sieht SNAEDIS schon wieder wie ein „richtiges“ Segelboot aus. 🙂

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Abi 2012!!

Hallo, ich – Enja – mache gerade mein Abitur und freue mich darauf mir im Anschluss daran eine Auszeit von ca. 10 Wochen zu nehmen und gemeinsam mit meinem Vater und unserer SNAEDIS die Ostsee zu erkunden. Angedacht hatten wir zunächst eine eigene Facebook-Seite für unsere Reise, damit uns Familie und Freunde nicht aus den Augen verlieren und immer gut über unsere Abenteuer informiert wären. Nun haben wir uns jedoch dazu entschieden eine Webseite für unser Schiff anzulegen, auf der auch nach der Ostseereise von neuen Erlebnissen berichtet wird.

Geplante Abfahrt ist am 9. Juli zwei Tage nach meinem Abiball. Bis dahin habe ich bestimmt noch viel Spaß diese Webseite zu gestalten und startklar zu machen!

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