Kommodore Rüdel Preis

Der Preis für die „sportliche Reise 2012“

Ende November haben Enja und ich im Kieler Yacht Club (KYC) für unsere Sommerreise zu den Alands und zurück den „Kommodore Rüdel Preis“ für die sportliche Reise des Jahres 2012 erhalten. Das war eine tolle Überraschung 🙂

Die Reise in Zahlen:

Reisedauer 48 Tage, davon 34 Segeltage und 14 Hafentage, 6 Tage mit Starkwind (Bft. 6 und mehr). Gesamtstrecke 1.495 sm, davon 1.395 sm unter Segel und 100 sm mit Motor (6,7%).

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Aufslippen

SNAEDIS und ENTE nebeneinander

Am 20. Oktober war Aufslippen. Das Wetter war warm und sonnig, so dass viele Segler meinte, man hätte doch lieber segeln sollen, an statt die Boote an Land zu stellen. Ich fand es ganz angenehm, das die Aktion nicht bei Eiseskälte und im Regen ablief. So konnten wir auch noch schnell die Winterlagerplane trocken aufbauen und nun stehen ENTE und SNAEDIS, wie schon in den vergangenen Jahren, kuschelig nebeneinander und können sich von den Erlebnissen der vergangenen Saison erzählen.

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Saison ist zu Ende

Ein letzter Drambuie an Bord

Am Wochenende 6./7. Oktober hatte ich mich wieder mit Heiner verabredet. Diesmal aber nicht zum Segeln, sondern um zusammen die Masten von ENTE und SNAEDIS zu legen. Am Samstag räumte ich Segel und Polster von Bord, verbrachte noch einen wehmütigen letzten Abend auf der SNAEDIS, mit einem letzten Drambuie, von dem noch ein Rest von der Sommerreise in der Flasche verblieben war. Am Sonntag zogen wir bei der ENTE und der SNAEDIS den Mast und verfrachteten beide, wie üblich, nebeneinander in den Mastenschuppen. Zu Hause wurden Polster und Segel im Wohnzimmer zum Trocknen verteilt, bevor alles im Keller für den Winter eingelagert wurde.

Das wars mit der Segelsaison 2012!

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Absegelregatta 2012

Zwei Fotos von unserem Takelmeister

Entgegen allen unkenden Vorhersagen ging das diesjährige Absegeln bei tollem Wetter über die Bühne. Regnete es noch ein bisschen, als Ralf Paulsen und Roland Rademacher das Feld mit 50 Booten auf die Bahn brachten, erstrahlte der Stollergrund wenig später bereits im Sonnenlicht und rückte die bei 6-er Böen fightenden Yachten ins rechte Licht.

Auf der SNAEDIS segelte ich mit meinem alten Segelkumpel Achim und seiner Freundin Katrin. Achim meinte, er sei das ganze Jahr über nicht so sportlich gesgelt. Die SNAEDIS lieferte sich bei dem knackigen Westwind mit der ENTE ein spannendes Duell, das die ENTE schließlich aber mit 30 Sekunden Vorsprung gewinnen konnte.

Startkreuz bei der Absegelregatta

Weit vor dem geplanten Ende der Wettfahrt saßen denn auch die Crews zufrieden in ihren Cockpits im Eckernförder Hafen und genossen die Sonne zum Herbstanfang. Abends dann bei guter Stimmung im Luzifer das unschlagbare warm/kalte Buffet, das nichts zu wünschen übrig ließ und dann der eigentliche Höhepunkt: die Siegerehrung. Alle Teilnehmer wurden mit einer Mettwurst aus dem Hause Freund bedacht, um die Wurst war es ja schließlich gegangen. Bis in die Puppen wurde dann ausgiebig gefeiert, sodass am Morgen der eine oder andere nur schwer den Weg zum Früstücksbuffet fand.

Pünktlich um 1100 Uhr ging dann die Rückregatta los, die aber aufgrund des einschlafenden Windes von vielen der 40 gemeldeten Teilnehmer vorzeitig beendet wurde. Ohne Spinnaker, den Enja und ich ja während unserer Sommerreise in der Hanö-Bucht zerlegt hatten, konnten wir heute nicht viel bestellen. Nur 13 Mannschaften konnten bei der abschließenden Siegerehrung im Hause Kipcke aufgerufen werden, wobei die SNAEDIS mit großem Abstand das letzte der gewerteten Boote war.

Zum Ausgleich dafür hatte aber unser Takelmeister Hauke Bohnen zwei schöne Fotos von der SNAEDIS auf der Startkreuz gemacht. So etwas bekommt man ja auch nicht so häufig von seinem eigenen Boot.

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Mit Mara und Mexi an der Schlei

Segelimpressionen von Mara

Am Wochenende des 15./16. September war ich mit Mara und Mexi an der Schlei. Mexi, mit der ich ja über Pfingsten schon gesegelt war, kam aus Dänemark auf einen Besuch in Kiel vorbei und Mara, die ich ja den ganzen Sommer nicht gesehen hatte, freute sich auch wieder aufs Segeln. Am Samstag auf dem Hinweg nach Maasholm war es ziemlich holprig, aber Mara kommt da inzwischen ganz gut zu Recht. Zwischen den Molen bei Schleimünde entsand bei der Wetterlage ein heftiger Stromwirbel, und weiter in der Schlei ein starker auswärts setzender Strom, den wir aber gut aussgeln konnten. Am Sonntag segelten wir bei wesentlich angenehmeren bedingungen wieder in die Kieler Förde zurück. Nun machte Mara das fotografieren auch wieder mehr Spaß.

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Segelnachmittag mit der ENTE

Segelnachmittag mit der ENTE

Eine Woche nach unserer Rückkehr konnte ich endlich wieder segeln. Etwas undankbar nach acht Wochen Urlaub? Vielleicht, aber auf 100 Prozent Wirkungsgrad im Büro war ich noch lange nicht zurück. Mit Heiner hatte ich mich verabredet. Gemeinsam mit der ENTE segelte ich mit der SNAEDIS einmal hinaus zum Leuchtturm und zurück. Dabei konnte ich ein paar schöne Fotos von unserem Schwesterschiff schießen.

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Zurück zu Hause

Wieder zu Hause, blondiert und unrasiert

Nach sieben Wochen waren wir nun zurück zu Hause. Enja musste am Montag ihr FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) beginnen. Oma und Opa brachten sie am Sonntagabend nach Leiferde. Ich war mit Mara alleine zu Hause, Silke war mit unserem Hund „Sissy“ eine Woche wandern. Zu Hause trieb ich noch etwas motivations- und antriebslos durch Raum und Zeit. Ziemlich oft saß ich vor dem Computer, um unsere Fotos und Blogeinträge noch einmal anzusehen. Waren die sieben Wochen wirklich schon vorbei? Wo waren die Freunde vom „Tierischen Segelsommer“? Was machte Susanne von der „Sieben“? Beide hatten Wind von vorne und schlechtes Wetter. Von daher hatten Enja und ich Glück gehabt, dass wir jetzt schon wieder zu Hause waren.

Auf der Weide, die Ponies brauchen Wasser

Trotzdem war das Versorgen unserer Ponies abends mit Mara noch völlig ungewohnt für mich. Ich war ganz froh, nach einer Woche des Dahindümpelns doch schon wieder zur Arbeit gehen zu können um mich langsam wieder an das „normale“ Leben zu gewöhnen. 

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Zurück in Strande

Die Kreidefelsen von Mön

Am Donnerstag sind wir von Dragör nach Klintholm gesegelt. Der Wind war mit WSW günstig, wenn auch ziemlich stark. Wir waren schon mit Fock und 1. Reff gestartet und mussten vor Möns Klint noch das 2. Reff ins Großsegel binden. Hinter Möns Klint war der Seegang völlig konfus. Hier war den ganzen Tag lang wohl Wind aus S gewesen und der alte Seegang überlagerte sich nun mit dem neuen Seegang aus WNW, denn der Wind hatte inzwischen gedreht. So kamen für uns die Wellen nun von links und rechts vorne als wir nach Klintholm aufkreuzten und SNAEDIS lief am Wind gerade noch zwischen 4 und 4.5 Knoten.

Die beiden Storströmbrücken

Abends überlegten wir uns Möglichkeiten für die nächsten Tage. Am Freitag sollte der Wind aus südlichen Richtungen kommen, in der Nacht zum Samstag sogar aus SE, und für Sonntag und Montag waren Gewitter mit westlichem Wind 5-6 Bft. angesagt, in Böen 7-8 Bft. Da Enja gerne am Montagabend in Strande sein wollte um Dienstag zu Hause zu sein waren das ungemütliche Aussichten. Es sei denn, dass wir nochmal eine Nachtschicht einlegten und nonstop von Klintholm nach Strande segelten, um den SE Wind der nächsten Nacht auszunutzen. Das war die Lösung, die uns am besten gefiel.

Tschüß Sonne (SNAEDIS) – Hallo Gewitter (zu Hause)

Am Freitagmorgen war noch so gut wie kein Wind. Aber immerhin, der Hauch kam aus südlicher Richtung und wir konnten die Ansteuerung zum Grönsund ohne Wende anliegen. Dort musste für eine Stunde lang der Motor helfen, danach konnten wir weiter segeln. Der Wind kam zunächst aus SW wieder, und drehte dann, an jeder Ecke an der wir den Kurs weiter nach Süden ändern mussten, weiter zurück. Wir kamen ohne Wende bis nach Keldsnor, der Südspitze Langelands, und dann in einem Rutsch in die Kieler Förde. Eine Stunde vor Kiel Leuchtturm mussten wir die Genua bergen, weil der Wind zu stark geworden war, aber der beruhigte sich bald darauf schon wieder.

Zurück in Strande – Segel trocknen

Das Wetter war am Samstagmorgen allerdings gruselig. Grau, diesig, regnerisch. Genau das richtige Wetter zum Abschluss dieser unvergesslichen Sommerreise – so fiel uns der Abschied wenigstens nicht so schwer. Um 08:00 Uhr morgens waren wir nach 7 Wochen und nach 1.495 Seemeilen wieder in Strande zurück.

 

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Segeln und Reisen

Die Öresundbrücke

Wer mich kennt und erinnert, wie ich früher meine Reisen geplant und gesegelt habe, wird sich über unsere vielen Hafentage und Chill-Tage gewundert haben. Damals, als Student, hatten wir immer nur begrenzt Zeit, meistens drei Wochen, und die Ziele wurden immer noch etwas weiter gesteckt. In drei Wochen nach Stockholm und zurück, nach Oslo, nach Stavanger und Bergen, in den Englischen Kanal nach Cowes und zur Französischen Küste gegenüber. Damals waren wir manchmal nur zu dritt, meistens zu viert oder sogar zu fünft, und ein paar Nächste durchsegeln war mit solchen Crews kein Problem.

In diesem Jahr hatten wir mit 8-10 Wochen verglichen mit damals nahezu „unbegrenzt“ Zeit. Nach den ersten Tagen, während derer wir beide froh und glücklich waren endlich „los“ zu dürfen, gefiel es uns beidem immer besser, auch mal einfach einen Tag zu „chillen“. Nicht unbedingt dort, wo es uns am besten gefiel, nein, auch einfach mal an Tagen, wo wir keine Lust hatten irgendetwas zu unternehmen, nicht segeln, nicht irgendwas besichtigen, nicht wandern. Einfach in der Koje liegenbleiben und lesen, oder sich noch einmal umdrehen und weiter schlafen, gemütlich frühstücken, was Schönes einkaufen und abends kochen. Für mich war das der Übergang vom „Segeln“ zum „Reisen“.

In diesem Sommer hatten wir, einer Empfehlung von Prof. Onnasch folgend, noch konsequenter als früher unsere Reiseziele den Wetterprognosen angepasst. Wenn der Wind günstig war, segelten wir längere Strecken und ließen auch mal schöne Häfen links liegen, wenn der Wind ungünstig sein sollte, änderten wir unsere Ziele oder blieben im Hafen. So haben wir in diesem Jahr ettliche Tage mit ausgebaumten Vorsegel zurückgelegt, und haben höchsten ein oder zwei Tage richtig gekreuzt.

Wir waren ein paar Tage früher wieder zurück, als wir gemusst hätten. Ein Grund war auch hier wieder einmal das Wetter, aber ein weiterer Grund war, dass wir die ganze übrige Reise immer ein „Ziel“ vor Augen hatten. Rügen, Bornholm, Karlskrona, Kalmar, Gotland, die Stockholmer Schären, die Alands, schließlich Kopenhagen (obwohl dies ja schon auf dem „Rückweg“ war). Aber auch Kopenhagen fühlte sich noch nicht wie „zurück“ an, sondern es war noch ein „hin“. Ab Kopenhagen war bei uns beiden die Luft raus. Kopenhagen – Klintholm – Strande. Hätten wir uns nicht noch etwas mehr Zeit lassen können? Wenn die Wettervorhersage besser gewesen wäre – vielleicht. Aber wir hatten einfach keine Lust „zurück“ zu segeln – irgendwo „hin“-segeln ist einfach viel besser.

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Ausflug nach Kopenhagen

Mittags im Nyhavn

Nachdem wir gestern soooo früh aufgestanden sind lassen wir es heute mal wieder etwas langsamer angehen. Da der Wetterbericht für heute noch schönes Wetter ansagt, für den nächsten Tag aber viel Wind mit Regen- und Gewitterschauern, brechen wir mittags dann doch noch schnell zu einem Ausflug nach Kopenhagen auf. Mit dem Bus fahren wir bis zum Nyhavn, dem ehemaligen Rotlichtviertel von Kopenhagen. Heute ist hier der Museumshafen von Kopenhagen untergebracht

„What’s behind the Eye“

Auf dem Weg zur „Kleinen Meerjungfrau“ an der Langelinie kommen wir vor dem Hotel „Admiralen“ am Kopenhagener Sandskulpturen Festival vorbei. Genau gegenüber der Oper haben Künstler aus aller Welt große Skulpturen aus Sand angefertigt. Themen sind „The World Creation“, „The Evolution“, „The Ice Age“, „The first Animals“, „The Antique Greece“, „The Vikings“, „The Middle Age“, mehrere Skulpturen zur „Industrial Revolution“ und zur „New Age“, aber auch „Save the Ocean (says the little Mermaid)“ eines indischen Künstlers, „The Soul of Wealth“ von Bob Atisso aus Togo, „Fertility & Diversity“ von Pavel Mylnikow aus Russland, „Reconstruction of the conscious Mind“ von Guy-Olivier Deveau aus Kanada und eine besonders interessante, nur in 3D ganz zu erfassende Skulptur „What’s behind the Eye“ von Lena Tempich aus Deutschland. Mehrmals umrunden wir die Skulpturen, fotografieren und freuen uns an den detaillierten und phantasievollen Kunstwerken.

Die Kleine Meerjungfrau („Lille Havfru“)

Auf dem Weg zur „Lille Havfru“ kommen wir auch am Bürogebäude von AP Moeller Maersk vorbei, einem der interessantesten und anspruchsvollsten Kunden, den wir in der HSVA haben. APMM gehört mit zu den größten Containerschiffsreedereien der Welt und ist schon seit langem Vorreiter im Hinblick auf CO2 Reduzierung und Brennstoffeinsparung. Direkt nördlich des Langelinie Yachthafens liegt ein großer Kreuzfahrer am Kai und viele Gäste des Kreuzfahrers belagern die „Kleine Meerjungfrau“, um Fotos zu machen und ein Souvenir zu kaufen. Auch wir nehmen zwei kleine „Meerjungfrauen“ als Andenken an diese Reise mit. Im Langelinie Yachthafen sind tatsächlich noch mehrere Plätze frei, vielleicht hätten wir heute Morgen doch gleich mit dem Boot hierherfahren sollen. Auf dem Rückweg in Richtung Fußgängerzone kommen wir am „Gefion Brunnen“ und am Schloss „Amalienborg“ vorbei. Am Nyhavn stärken wir uns mit einem Crêpe, dann bummeln wir kreuz und quer durch die Fußgängerzone links und rechts der Stroget. Wir finden, dass wir in den Straßen etwas abseits der Stroget vielfach die interessanteren Seiten der Stadt zu sehen bekommen. Etwas müde und voller neuer Eindrücke machen wir uns wieder mit dem Bus auf den Rückweg nach Dragör. Heute Abend sind wir zu faul zum Kochen und leisten uns eine leckere Pizza.

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