Ein herrlicher Tag

Glitzer, Funkel - Herrlich!

Glitzer, Funkel – Herrlich!

Mir geht es wieder bestens und nach dem entspannten Samstag im Hafen habe ich heute wieder richtig Lust zu segeln. Die Whisky-Probe bei Peter und die Grillparty habe ich auch schon wieder ganz gut überstanden. Um Punkt 6 Uhr bin ich wach, ohne Wecker. Aufgestanden, gefrühstückt, das Vorsegel angeschlagen, Stromkabel eingesammelt, ein letzter Gang ins Waschhaus. Bei Peter auf der GLORIA und Kumpels rührt sich noch nichts. Eigentlich wollten die doch alle spätestens um 8 Uhr auslaufen? Egal! Um halb 8 Uhr bin ich fertig und mit mir laufen noch einige Frühaufsteher aus, die SPORTHOTEL mit Kalle Dehler, und BLACK MAGGY von Wolfram Heibeck.

Peter hatte gestern die Idee, den Sund nach Westen aufkreuzen und von Skjoldnaes dann einen schönen Raumgang nach Kiel. Ist zwar einen Ticken länger, aber mir gefällt’s! Die G3 und das ungereffte Groß sind sind fast etwas viel Segel für die Kreuz, dafür werde ich hinterher auf dem Raumgang mehr Spaß haben. „Chantal“ steuert uns hoch am Wind bis zur Nordspitze von Ärö (bei den Wenden helfe ich ihr – das kann sie noch nicht so gut) und dann folgt eine flotte Fahrt runter nach Kiel. Fast die ganze Zeit zwischen 8-9 Knoten, in der Spitze ein paar Mal über 10 Knoten (Rekord heute 10.8 Knoten). Die ganze Zeit Sonne, den ganzen Nachmittag segeln wir direkt in die glitzernden Reflektionen der Sonne hinein. Was für ein herrlicher Segeltag!



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The Day After

LAGOM von Bernd Petrick, eine Lady Helmsman GT

LAGOM von Bernd Petrick

Morgens um 5:30 Uhr sind die ersten aus „meiner“ Klasse zurück, RATZFATZ3, MANDALEY, GLORIA und BLUR. Als ich morgens um 9 Uhr eine erste Runde durch den Hafen drehe, sind auch LAGOM (Lady Helsman GT) und MAREN E. (Sweden Yachts 340) eingelaufen, auf KAROLINA IV (Avance 36) muss ich noch eine Stunde warten. Mit Bernd Petrick und der LAGOM habe ich mich im letzten Jahr am zweiten Tag in der Flaute vor der Großen Belt Brücke herum geschlagen und Timo Schmidt mit der MAREN E. ist wie ich aus dem KYC und hat sein Boot in Strande liegen. Bernd von der LAGOM strahlt über das ganze Gesicht als ich frage, ob er Spaß gehabt hat. Müde, naß, erschöpft, aber überglücklich im Ziel zu sein. Timo von der MAREN E. gibt zu, dass er völlig fertig ist. Aber auch bei ihm das gleiche zufriedene Lächeln im Gesicht, diesmal habe ich es geschafft. Der Spi-Gang bis zur Gr0ßen Belt Brücke mit Böen bis 28 Knoten (6-7 Bft.), dann den Reach-Gang bis Fyns Hoved, die Kreuz bis zum Kleinen Belt und am Ende den flauen Vor-dem-Wind gegen den Strom bis ins Ziel.

Kollege Hasso (links) und Peter (rechts)

Kollege Hasso (links) und Peter (rechts)

Mein Appetit ist wieder da und ich frühstücke genüßlich mit Bratwürstchen und Kartoffelsalat. Mittags treffen wir uns bei Peter Kohlhoff auf der GLORIA. Hasso, ein Arbeitskollege von mir vom DNV GL, der mit seinem 15er Jollenkreuzer das SilverRudder bestritten hat, Volkmar mit seiner Grand Soleil 43, Mathias mit seiner FF 110 und Martin mit seiner First 235. Peter braucht erstmal ein ordentliches Frühstück, und bei einer großen Pfanne Spiegeleiern mit Tee, Kaffee und später auch diversen Irischen Whiskys wird die Wettfahrt im Cockpit der GLORIA im Sonnenschein von allen noch einmal nacherlebt. Wie ist es gelaufen? Wo war es gut? Wo habe ich was verpennt? Wie kann ich das noch besser machen? Für mich ist es fast so, als wäre ich mit dabei gewesen, habe ich doch die meisten Situationen nur auf dem Tracker verfolgen können.

Der gekenterte Tri nach der Bergung

Der gekenterte Tri nach der Bergung

Während Peter und Mathias in den Böen (nur) je einen Spinnacker/ Gennacker zerlegt haben, liegt bei den Mehrrumpfbooten das Wrack eines gekenterten Dragonfly an der Mole. Mast ab, Steuerbord- Schwimmer in drei Teile zerbrochen. Ob das passiert ist, während er gekentert immer wieder auf den Grund geschlagen ist? Oder erst beim Bergen? Sieht schlimm aus. Abends Grillparty mit Siegerehrung am Meeting-Point. Der Bürgermeister von Svendborg verrät, dass man im nächsten Jahr die Anzahl der Teilnehmer nicht schon bei 300, sondern erst bei 400 beschränken werde, etwas mehr würde wohl schon noch gehen. Nach 12 Teilnehmern in 2012, 100 in 2013 und 200 in 2014 eine irre Entwicklung, die das SilverRudder genommen hat.

BLACK MAGGY, Kompositrakete von Wolfram Heibeck - www.spezialbootsbau.de

BLACK MAGGY, Kompositrakete von Wolfram Heibeck – www.spezialbootsbau.de

In fast allen Klassen haben Deutsche Segler gewonnen. Aber es scheint auch, dass die klassischen Dänische Yachten, wie die „Ylva“ oder die „Molich X“, oder etwas weniger extrem wie die „Lady Helmsman“ oder „Luffe 37“ heute keine Chance mehr auf den Sieg haben. In fast allen Klassen haben Boote gewonnen, die im Design den heutigen Volvo Ocean Racern, den Open 60 oder den Open 40 angelehnt sind. Kurz, breit, flach, superleicht, viel Segelfläche, mit tiefem Kiel und Doppelruderanlage. Selbst auf dem Kreuzkurs haben sie nicht (oder kaum) verloren gegen mehr konservative Designs. Eine Ausnahme in der Kielboot „Small“ Klasse, dort gewann Franz Schollmeyer mit einer Esse 850, einem vergleichsweise schmalen Binnenseerenner gegen die Konkurrenz.

Mehr über BLACK MAGGY hier:   YACHT TV – Kompositrakete aus Hooksiel

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Voll in die Hose…

Sicherheits Check erledigt, Startnumer angebracht...

Sicherheits Check erledigt, Startnumer angebracht…

Sonne, blauer Himmel, ein frischer Wind – und ich sitze am Kartentisch und verfolge das Silver Rudder 2015 auf dem Tracker. Es ist Freitagnachmittag, und langsam geht es mir wieder besser. Irgendwo habe ich mir einen Magen-Darm-Infekt eingefangen und habe gestern den ganzen Tag und heute Nacht (bis heute vormittag) in regelmäßigen Abständen die Toilette aufgesucht. Inzwischen haben sich meine Gedärme anscheinend beruhigt, aber so habe ich mich nicht getraut am Silver Rudder teilzunehmen. Das wäre bestimmt voll in die Hose gegangen…

300 Meldungen, der Hafen ist so voll wie nie

300 Meldungen, der Hafen ist so voll wie nie

Ein bißchen bedröppelt verfolge ich die hektische Betriebssamkeit heute morgen im Hafen, als zuerst die kleinen Boote, später  die größeren Boote auslaufen. Ginge es vielleicht nicht doch? Und nochmal zur Toilette. Nein! Denke nicht mal dran! Es ist ordentlich böig und später im Live-Stream kann ich die Starts noch einmal ansehen. In „meiner“ Klasse von 35 Fuß bis 40 Fuß interessieren mich der Vorjahressieger Peter Gustafsson mit seiner J/111 BLUR, Peter Kohlhoff mit seiner one/off GLORIA, Bernd Petrick mit seiner Lady Helmsman LAGOM (mit der ich mich letztes Jahr lange herumgeschlagen habe), die verschiedenen Luffe 37 und Ylvas im Rennen und besonders Lutz Spannuth mit seiner KAROLINE IV, auch eine Avance 36.

Official Welcome and Skipper Briefing

Official Welcome and Skipper Briefing

Bei den Starts geht es schon ganz schön zur Sache. Der starke Wind und das Gedränge der vielen Boote führen zu zahlreichen Grundberührungen. Toll sieht es aus im Live-Stream, wie die kleinen Trimarane hoch am Wind aus dem Sund herauspreschen, zum Teil mit dem Mittelrumpf gar nicht mehr im Wasser. Ein Däne hat es dann wohl übertrieben, er ist mit seinem Trimaran in der Nähe von Thurö Rev bei dem böigen Wetter gekentert. Die „large Keelboats“ passieren gegen 13 Uhr die Große-Belt-Brücke und die ersten erreichen gegen 16 Uhr Fyns Hoved. Von da ab geht es auf die Kreuz, zunächst in Richtung Abelö, dann weiter in Richtung Kleinen Belt. Bei dem WSW wieder eine ungemütliche Nacht. Und im Kleinen Belt wird es dann darauf ankommen, ob der Wind durchsteht. Good Luck!

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Vorspiel

Sonnenaufgang auf dem Wasser

Sonnenaufgang auf dem Wasser

Wie im vergangenen Jahr habe ich mir eine ganze Woche für das SilverRudder 2015 reserviert. Mittwoch nach Svendborg segeln, Donnerstag Zeit für die Vorbereitung, Freitag/ Samstag die eigentliche Wettfahrt, Sonntag als Reservetag, und Montag/ Dienstag für die Rückfahrt nach Strande. Als ich Dienstagabend nach Strande komme, ist nix mehr zu tun. Das Boot ist sowieso fertig. Die geforderte Sicherheitsausrüstung hat jeder Segler mehr oder weniger komplett an Bord: Anker, Kette, Ankerleine, Festmacher, Fender, eine Pütz, Rettungsweste mit Lifebelt, Strecktaue an Deck, UKW (ein Handgerät reicht aus), Positionslichter, Signalmittel, einen Handscheinwerfer und eine Stirnlampe.

Von SE zieht der Regen auf

Von SE zieht der Regen auf

Als ich morgens um 6 Uhr wach werde, freue ich mich ausnahmsweise mal über meine „senile Bettflucht“. Großsegel- Persenning ab, Vorsegel anschlagen, Stromkabel einsammeln. Um kurz vor 7 Uhr laufe ich schon aus. Frühstücken werde ich unterwegs. Erstmal soll es noch weniger Wind sein und nicht regnen, das kommt dann im Laufe des Tages von SE aufgezogen. Kurz vor Mittag (und kurz vor der Ansteuerung nach Marstal) binde ich vorsichtshalber doch ein Reff ins Großsegel. Noch segele ich ja keine Regatta. Vor mir ist eine Winner 900, die sogar das zweite Reff im Großsegel hat. Auch ein Einhandsegler. Gefühlt sind alle Segelboote heute auf dem Weg nach Svendborg…

Um 15 Uhr bin ich in Svendborg fest. Aufgeregte Organisatoren schicken mich hierhin und dorthin, und es dauert  eine Weile bis ich an der „Ylva“ LANGELINJE ganz in der hintersten Ecke innen am Schwimmsteg längsseits gehen kann. Der „Meeting Point“ ist schon geöffnet und ich kann die Rennunterlagen in Empfang nehmen. Diesmal habe ich die Startnummer 194. Wie immer gehöre ich mit der SNAEDIS zu den kleinsten Booten in der Gruppe „Large Keelboats“. Comfortina 38, Dehler 38, Dufour 40e Performance, Grand Soleil 40, Hanse 400, IMX 40, J/109, J/111 und eine Reihe Ylva’s sind die größten und schnellsten Konkurrenten. Pro gesegelte Stunde sind die nach Yardstick bis zu 16 Minuten schneller als die Avance 36. Wenn ich nach 24 Stunden im Ziel bin, sollte eine IMX 40 schon sechseinhab Stunden im Hafen liegen. Business as usual. Alles besser als letzter in der Gruppe, ist ein Erfolg. Ich kann also ganz entspannt an das Rennen herangehen.

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SølvRoret – News 14-Sep

SolvRoret ImageIf the forecasted gale 1 warning on Friday morning holds true it could certainly be a big task for some of the participants of Silverrudder Challenge.
Therefore the Race Comitee and BådNyt have decided to offer an alternative course in the sheltered waters south of Funen called Øhavet – The Archipelago. This alternative course „The Voyage“ will be started later on Friday the 18th or on Saturday the 19th in the morning.

It is important to notice the „The Voyage“ is optional. It will be open for participants from all seven starts. And it insures you that if you come to Svendborg you will get the opportunity to go sailing safely.

Silverrudder Challenge will start as scheduled on Friday morning with the first start at 8 am.

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Live Tracking

2015 live tracking by SportsXtream

2015 live tracking by SportsXtream

For the 2015 edition of Silverrudder Challenge all boats again will be equiped with tracking units. This year SilverRudder has teamed up with the experienced tracking and streaming producers from SportsXstream that among other events made the Melges 24 Worlds in Middelfart DK public to the crows via live-streaming. SportsXstream will also be streamning from the Skippers Meeting thursday evening and from the starts Friday morning and noon. Furthermore there will be a Silverrudder Challenge Studio that brings you updates live from Svendborg Harbour every third hour.

For further information on SportsXstream follow the link

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Mit Vorhersagen…

SolvRoret Image…ist es schwierig – insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Noch genau eine Woche bis zum SilverRudder 2015 und die Wettervorhersagen lassen noch alles offen.

Während der Norwegische Wetterbericht (www.yr.no) von heute Morgen für Svendborg am Freitag den 18. September E-ESE 9-10 m/sec. vorhersagt, meint Windfinder, es könnten aber auch WNW 9-12 m/sec. werden. Es bleibt spannend…

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Segel Test

Guten Morgen - gleich geht es los

Guten Morgen – gleich geht es los

Im Frühjahr habe ich der SNAEDIS ein neues Vorsegel gegönnt. Eine Schwerwetterfock mit 16 m², für Windstärken wenn die G3 mit 23.5 m² zu groß ist. Wie vor drei Jahren, als ich mit Enja von Glowe nach Bornholm unterwegs war. Die alte Fock, die wir damals oben hatten und von der niemand wusste, wie alt sie eigentlich war, hatte inzwischen das Zeitliche gesegnet und war mit 19 m² eigentlich auch zu groß. Dieses Wochenende schien das „ideale“ Testwetter für das neue Segel zu sein: NW 6, in Böen 7-8 waren angesagt. In der Strander Bucht ablandiger Wind mit der Möglichkeit, die Segel im glatten Wasser zu setzen und wieder zu bergen und einmal zum Leuchtturm und zurück zu segeln. Den Einen oder Anderen mag es verwundern dass ich das lieber alleine mache, aber dann bin ich mir sicher, dass ich niemanden überfordere – auch mich nicht. Wenn es zu viel ist, kann ich einfach umdrehen ohne mich lange erklären zu müssen.

Raumschots habe ich wieder eine Hand frei zum fotografieren

Raumschots habe ich wieder eine Hand frei zum fotografieren – „Chantal“ steuert

Im Hafen schlage ich die neue Fock an. Holepunkt? Ich probiere mal ganz vorne auf der Schiene, werde ich ja gleich sehen. Ins Großsegel binde ich zwei Reffs. In der Strander Bucht im glatten Wasser die Segel hoch und Kurs Richtung Bülk. Ein leichter Schwell läuft in die Strander Bucht und am Horizont kann man sehen, dass es draußen zur Sache geht. 1.5 m bis 2 m Wellenhöhe haben wir wohl, und gute 6-7 Windstärken. In Richtung Kiel LT kann ich mit einem kleinen Schrick laufen. Das ist auch ganz gut so, denn der Holepunkt ganz vorne auf der Schiene ist völlig falsch. Die Rolle muss ein ganzes Stück weiter nach achtern. In Luv krieche ich nach vorne und verschiebe die Backbord Rolle neun Löcher weiter nach achtern. In Lee bleibt das jetzt erstmal so. „Chantal“ hält gut Kurs, kann aber die Wellen natürlich nicht aussteuern. Ein paar Mal fallen wir mit der flachen Seite krachend in ein Wellental. Dann steuere ich doch lieber per Hand. Mir fällt auf, dass ich bei solchem Wetter gerne ein paar stabile Augen im Cockpit hätte, in denen ich meine Lifeleine einpicken kann.

Als Kiel LT querab ist, gehe ich auf Gegenkurs. Außer dem Seenotkreuzer und dem Lotsen sind keine anderen Segler unterwegs. Raumschots geht es jetzt zurück in die Strander Bucht. 8 kn, 9 kn, ein paar wenige Male über 10 kn. Auf dem Kurs steuert „Chantal“ wieder tadellos. Speed hätte ich eigentlich noch mehr erwartet, aber dazu ist vielleicht der Seegang zu konfus oder der Wind zu wenig. Einmal passt es und wir surfen in einer Bö mit 12.3 kn eine hohe Welle runter. Na bitte, geht doch! Aber es ist ganz schön anstrengend heute, das Gleichgewicht zu halten. Damals auf dem Weg nach Bornholm kam der Wind noch achterlicher und die Wellen waren zwar noch etwas höher, aber auch deutlich länger als hier in der Kieler Bucht und es war wesentlich magenfreundlicher zu segeln. Zurück in der Strander Bucht beim Segel bergen ist der Wind fast weg, so jedenfalls mein Eindruck. Später kann ich auf Windfinder die Messwerte von Kiel LT sehen. Tatsächlich ist der Wind gegen 11 Uhr von Bft. 6-7 auf Bft. 5 zurückgegangen. Da habe ich es ja genau „richtig“ abgepasst…

Das Vorsegel ist jedenfalls genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Und wenn es mal noch windiger sein sollte, segelt man besser sowieso nicht (oder nimmt das Großsegel ganz weg).

Hier ein Video von heute, kurz hinter Kiel LT schon auf dem Rückweg:

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SølvRoret – News 4-Sep

SolvRoret ImageThe first weather report: According to Danish Meteorological Institute there is little uncertainty in the weather report for week 38, but it seems like that there is going to be high pressure dominating for several days. This might offer a good chance of sunny days and between 15 and 20 degrees Celsius, but towards the end of week – when Silverrudder Challenge goes down – it may become more unstable and windy. A low pressure will likely approach the country from the west at the end of the week with clouds and rain, and slightly lower temperatures.

Day temperatures only reaches up to about 15 degrees whereas the nighttemperatures will be between 5 and 12 degrees. With two weeks to go it’s a long shot from the meteorologist however it appears the the weather system is likely to become a replica of 2013 and 2014 – so prepare for a long race.

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Sekt- und Weinprobe

Susann steuert uns nach Sonderburg

Susann steuert uns nach Sonderburg

Am Wochenende war ich wieder (wie inzwischen regelmäßig in jedem Jahr) mit meinen beiden Schulfreundinnen Susann und Britta unterwegs. Wieder hatten wir vorgehabt, unseren Schulfreund Ingbert zum mitkommen zu motivieren, aber er hatte schon gleich abgewunken – beruflich zu sehr eingespannt.

Um 10 Uhr sind Britta und Susann am Freitag in Strande und nach einem Kaffee mit leckerem Gebäck geht es los. Schlei? Sonderburg? Marstal? „Nicht schon wieder Marstal, da waren wir im vergangenen Jahr und auch im Jahr vorher“, meinen die Beiden. Bei dem angesagten ESE-Wind am Freitag und E-Wind am Samstag peilen wir Sonderburg an. Wenn der Wind zu schwach ist, können wir ja auf halbem Wege links in die Schlei einbiegen. Zunächst ist noch kaum Wind und wir motoren bis Bülk. Dort hat sich schon ein leichter Ostwind durchgesetzt. Gleichzeitig mit uns laufen die ganzen Klassiker aus Laboe aus und wir können einige Meterklasse Yachten und eine 30er Schäre im Gegenlicht bewundern.

Unter Gennacker geht es flott voran

Unter Gennacker geht es flott voran

Bei Bülk setzen wir den Gennaker und nehmen Kurs auf das Sperrgebiet. Susann steuert bei dem leichten Wind, wir genießen die Sonne. Am Sperrgebiet müssen wir etwas höher ran, schoten den Gennacker so eng wie es geht und die Höhe reicht, um an der Schlei vobei zu kommen. Außer uns hat niemand ein buntes Vorsegel oben und wir gehören mal wieder zu den schnellsten Booten auf dem Wasser. Wir einigen uns darauf, dass das ja wohl nur an der excellenten Steuerfrau liegen kann. Als wir Kalkgrund passiert haben, dreht der Wind mehr auf SE, und wir müssen in Richtung Sonderburg vor dem Wind kreuzen. Aber das Halsen mit dem Gennaker geht ja so easy – niemand muss aufs Vorschiff und mit dem Spibaum hantieren.

Auch die dritte Flasche war lecker...

Auch die dritte Flasche war lecker…

Nach dem Anlegen in Sonderburg gibt es erstmal einen Sekt, dann fangen wir mit dem Kochen an. Es gibt eine Reispfanne mit Huhn und Brokkoli in einer Sahnesauce, mit etwas Knoblauch und Ingwer, gewürzt mit Kurkuma und Kreuzkümmel. Während wir das Essen zubereiten verdunstet noch eine zweite Flasche Sekt. Zum Essen dann gibt es noch eine Flasche leckeren Rotwein, und obwohl wir eigentlich satt sind, gibt es hinterher auch noch Käsestangen und Chips. Puuuh! Nun ist auch gut. Soviel zu essen und vor allen Dingen zu trinken. Bevor ich in der Koje verschwinde, trinke ich noch drei Gläser Wasser. Die Luft und die Stimmung nach Sonnenuntergang ist so schön, dass Susann gar nicht in die Koje will und, im Schlafsack eingemummelt, im Cockpit einschläft und erst spät in die Koje findet. Aber die Kopfschmerzen am nächsten Morgen sind gar nicht soooo schlimm, wie befürchtet.

Am Samstag ist es etwas windiger und bei dem ESE können wir Kalkgrund nicht ganz anliegen und müssen noch einen Schlag nach See machen, bevor wir aus der Förde heraus sind. Die See ist etwas holperig aber das Wetter ist wieder sonnig und warm. Auch vor der Schlei müssen wir noch einen kleinen Holeschlag einlegen, können dann aber an der NE-Ecke des Sperrgebietes ein kleines bißchen abfallen und Susann steuert uns schnell und sicher wieder in die heimische Förde zurück. Um 17 Uhr sind wir in Strande wieder fest. Zum Abschluß gibt es noch einen Kaffee mit Dänischem Kuchen, dann machen sich die beiden auf den Heimweg. Wieder ein schönes Wochenende vorbei, dass uns schon zur lieben Gewohnheit geworden ist. Freue mich schon auf das nächste Mal.

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