Die Drei Städte…

Bootstour durch den Grand Harbour

Bootstour durch den Grand Harbour

…stehen am Samstagvormittag auf dem Programm. Senglea, Cospicua und Victoriosa, eigentleich drei „Stadtteile“, von denen man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Valetta hat und auf die verschiedenen Hafenbecken mit Werft, Marina und Tanker Pier. Die Altstadt von Victoriosa ist ähnlich wie Valetta und Mdina und irgendwie nichts neues mehr. Mich interessiert mehr, was auf der Werft los ist (man kann die Masten der „Maltese Falcon“ sehen) und ich bin neugierig auf die Boote und Yachten in der Marina. Überraschung, am Ende des Rundganges machen wir noch eine Bootstour durch den Grand Harbour und die angrenzenden Hafenbecken. Die Tour beginnt und endet in der Marina, und zwischendurch können wir einen Blick auf die „A“ und die Masten der „Maltese Falcon“ erhaschen, eine große Segelyacht mit drei modernen rahgetakelten Masten. Einige Segler sind auf dem Wasser, auch wenn viele Boote bereits an Land stehen. Eigner mit Liegeplätzen an den zahlreichen Moorings haben wohl Probleme, für die Wintermonate eine bezahlbare Versicherung zu bekommen.

Die "A" und "Maltese Falcon" an der Werftpier

Die „A“ und „Maltese Falcon“ an der Werftpier

Nachmittags haben wir frei und ich verbringe noch ein paar Stunden auf der Hotelterasse am Pool mit meinem zweiten Krimi, „fremd“ von Poznanski und Strobel. Nicht soo spannend, außerdem kommt mir der Plot irendwie bekannt vor. Abends Abschiedsesssen im Paranga Restaurant direkt am Wasser. Schön war die Woche hier auf Gozo und Malta. Interessant, die Geschichte Maltas, die Festungsmauern von Valetta, die „stille“ Altstadt von Mdina, die sehr vielfältigen Touren auf beiden Inseln, die Ruhe auf Gozo. Irgendwann komme ich sicher nocheinmal hierher. Zu Hause der Wetterbericht: Sturm, Regen, und 9°C. Irgendwie freue ich mich wieder drauf.

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Maltas Tempel…

"Limstone Heritage"

„Limstone Heritage“

…ist das Motto des heutigen Tages, dabei steht nur eine Tempelanlage auf dem Programm. Morgens besuchen wir auf dem Weg an die Südküste zunächst die „Limstone Heritage“, einen stillgelegten Steinbruch. Der gelbe Kalkstein wird seit jeher auf Malta abgebaut und gefühlt gibt es kein einziges Gebäude auf den Inseln, die nicht aus dem gelben Stein erbaut worden sind. Von dort fahren wir weiter zur Tempelanlage von Hagar Qim, die durch das „Dach“ über dem Tempel von weitem aussieht, wie ein notgelandetes Ufo. Vom Alter (etwa 3.600 vor Chr.) und Aufbau (dreiblättriges Kleeblatt) ähnlich wie die Anlage von Ggantija auf Gozo.

Leuchtend blaues Wasser in der "Blue Grotto"

Leuchtend blaues Wasser in der „Blue Grotto“

Weiter geht es zu einem Bootsausflug zur „Blauen Grotte“. Wie schön, war ja jetzt auch schon lange nur auf dem Trockenen unterwegs. Sanduntergrund und Reflektionen an roten Korallen erzeugen anscheinend eine kräftige Blaufärbung des Wassers in einigen Grotten an der Küste. In Marsaskala kehren wir zum Mittagessen ein und in Marsaxlokk haben wir etwas Zeit, durch den Hafen zu schlendern. In der Marsaxlokk Bay befindet sich auch Maltas Containerhafen und aus der Ferne können wir einen großen Containerfrachter (mit geschätzten 8.500 TEU) von CMA CGM sehen. Näher heran kommen wir an die typischen Maltesischen Fischerboote, die in kräftigen Farben in rot, gelb, blau gestrichen sind.

Fischerboote in Marsaxlokk

Fischerboote in Marsaxlokk

Letzter Besichtigungspunkt heute ist die Höhle von Gar Dalam, in der man nicht nur 7.000 Jahre alte Spuren von der ersten Besiedlung Maltas gefunden hat, sondern auch noch sehr viel ältere Knochenfunde von Tierarten, die im übrigen Europa heimisch waren und belegen, dass Malta einst über eine Landbrücke zumindest mit dem Europäischen Festland verbunden war. Zurück im Hotel finde ich auf meinem Zimmer eine Bestätigung, dass der Rückflug mit der Lufthansa am Sonntag über München stattfinden wird. Na, da bin ich ja mal gespannt…

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Mdina, die „schweigende“ Stadt

In den Straßen von Mdina

In den Straßen von Mdina

Die alte Hauptstadt Mdina wird auch die „schweigende Stadt“ genannt. Warum? Es gibt dort keinen Autoverkehr. Vielleicht aber auch, weil immer weniger Menschen dort wohnen? Auf dem Weg dorthin besuchen wir die botanischen Gärten von San Anton. Zunächst nur für die Ordensritter zugänglich, öffneten die Briten die Gärten Mitte des 19. Jahrhunderts auch für die Öffentlichkeit. Auf dem Weg nach Mdina halten wir am „Ta‘ Qali Craft Centre“, in dem Glasbläser, Juweliere und andere Handwerker ihre Erzeugnisse anbieten. Mmmh – eigentlich habe ich doch schon alle Weihnachtsgeschenke, sogar für mich. Aber bei Glas kann ich einfach nicht „nein“ sagen…

Im Dom von Mosta

Im Dom von Mosta

In Mdinas Nachbarstadt Rabat besuchen wir die St. Pauls Grotte, in der der Apostel Paulus nach seinem Schiffbruch auf Malta kurze Zeit gefangen gehalten worden sein soll, bevor er nach Rom gebracht und dort enthauptet worden ist. Mdina selbst präsentiert sich tatsächlich völlig anders, als am Vortage Valetta. Kein Autoverkehr, wenige Kutschen fahren durch die Strassen, die Touristen gehen gemütlichen Schrittes durch die ruhigen, engen Gassen. Interessant, dass die ältesten Gebäude eindeutig arabische Züge tragen. Auf dem Rückweg zum Hotel halten wir am Mostas Dom. Auch wenn es in der Beschreibung des Ausflugs heißt, „Die drittgrößte Dom-Kuppel der Welt wartet auf ihre Besichtigung“ bin ich doch überrascht und sehr beindruckt, was ich dort zu sehen bekomme.

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Valetta – Malta’s Ritter

Blick von den Upper Barracca Gardens

Blick von den Upper Barracca Gardens

Morgens um 6 Uhr aufstehen, Fahrt zum Hafen, mit der 7:30 Uhr Fähre nach Malta übersetzen. Heute steht die Hauptstadt Valetta auf dem Programm. Wir besichtigen den Großmeisterpalast, die St. Johns Co-Cathedral, die Upper Barracca Gardens mit einem atemberaubenden Blick über den größten Naturhafen der Welt und das archäologische Museum. Bei der Gelegenheit erfahren wir natürlich auch, welche fremden Mächte hier auf Malta ihre Spuren hinterlassen haben. Im Laufe der Zeit waren das nicht wenige. Angefangen bei den Phöniziern und Karthagern, dem Römischen Imperium, den Byzantinern, den Arabern, den Normannen, den Staufern, Aragonien, Sizilien und Spanien. Heute noch deutlich präsenter als diese, ab 1530 die Herrschaft der Johanniter, die ab 1566 die Hauptstadt Valetta bauten, bis zum Ende der Ordensherrschaftt am Ende des 18. Jahrhunderts.

St. Johns Co-Cathedral

St. Johns Co-Cathedral

Mein neuer Fotoapparat begeistert mich mit seinen verschiedenen Programmen. Unter anderem schießt er bei schlechten Lichtverhältnissen vier Bilder direkt hintereinander und kombiniert diese normalerweise unscharfen Bilder (wegen der langen Belichtungszeit) automatisch zu einem scharfen Bild. So kann man auch in einer dunklen Kirche ohne Blitz fotografieren. Genial! Valetta ist tatsächlich deutlich städtischer und touristischer als Gozo. Aber dennoch eine gemütliche Altstadt, sauber, unaufdringlich. Der Blick von den Upper Barracca Gardens – genau deshalb bin ich hierher gefahren. Der Blick auf die verschiedenen Hafenbecken des „Grand Harbours“ ist in der Tat atemberaubend. Ein Hafenbecken voller kleiner, großer  und größter Yachten, daneben Dock- und Werftbetriebe. An einer Ecke ragen drei Rah-getakelte Masten hervor – sicherlich die „Maltese Falcon“. Vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit, einen Blick darauf zu werfen. Ein großer Kreuzfahrer der Costa Reederei läuft in den Hafen ein, ein Britisches Landungsschiff liegt direkt unterhalb der Gardens. Nachmittags habe ich genug Historie geatmet und freue mich auf mein Hotel.

...und noch ein Panorama Bild vom Hafen

…und noch ein Panorama Bild vom Hafen

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Schwesterinsel Gozo

Traditionelles Fischerboot

Traditionelles Fischerboot

Heute steht eine Rundfahrt über Gozo auf dem Programm. Ruhig und liebenswürdig – naja, der Vergleich fehlt mir ja nun noch. Der Bus fährt morgens erstmal zum Hafen von Gozo, um die Teilnehmer der Tour, die von Malta dazustoßen, abzuholen. Dann geht es zum Tempel von Ggantija (datiert auf etwa 3600 v. Chr.). Donnerwetter, das ist alt. Die Wallfahrtskirche Ta Pinu. Neben vielen anderen Gaben, Bildern, Kleidern, Gipsverbänden, die den Eigentümern zu Gesundheit verhelfen sollen, steht dort auch ein Modell der Gozo Chanel Ferry – ich hoffe doch, die Crew bringt trotzdem die Technik in Ordnung, wenn irgend etwas kaputt geht. Ein Ausflug zur Höhle der Calypso, die sieben Jahre versuchte Odysseus zu verführen. Schade, dass man gar nicht mehr in die Höhle hineinkommt, aber der Strand gehört zu den schönsten der Insel.

Ramla Bay in der Nähe der Calypso Cave

Ramla Bay in der Nähe der Calypso Cave

Mittagspause im kleinen Fischerdörfchen Xlendi. Wunderschön gelegen am Scheitel einer kleinen Bucht. Nachmittags Gang durch die engen Gassen der Hauptstadt Victoria (oder Rabat) und Rundgang über die Zitadelle, von der man einen beeindruckenden Rundumblick über die gesamte Insel hat. Die beiden Namen der Hauptstadt deuten schon an, welche vielfältigen Wurzel der Malteser (oder auch der Gozianer) unter anderem hat: „Victoria“ – englisch, und „Rabat“ – arabisch. Leider kommen wir gar nicht überall hin, denn die Zitadelle wird umfagreich restauriert und die Arbeiten, die schon 2013 abgeschlossen sein sollten, werden immer wieder durch archäologische Funde behindert. Ein schöner Tag. Ich kann mir gut vorstellen, hier auch nochmal für eine längere Zeit herzufahren und die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Zugegeben, wir haben auch Glück mit dem Wetter. Sonnig, 25°C. Hier total untypisch für den November.

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Facettenreiches Malta

Hier läßt es sich aushalten

Hier läßt es sich aushalten

Mara’s und meine „Sommerreise“ nach Anholt und Skagen habe ich so naß und ungemütlich in Erinnerung – nach den Herbstferien nochmal in die Sonne, das wäre doch was! Zwar habe ich auch noch eine ZEIT-Reise nach Langeneß mit dem Thema „Zeit und Gezeiten“ in der engeren Wahl, aber letztlich wird es doch „Facettenreiches Malta“. Meine Freundin Karen hat mir so begeistert von ihrer letzten Reise dorthin erzählt, so dass ich neugierig geworden bin. Am Sonntag soll es losgehen. Ab Freitag Streik bei der Lufthansa. Ob die An- und Abreise trotzdem klappt? Freitagabend sickern Informationen durch, das am Sonntag wohl nicht gestreikt wird, wegen der vielen Privatreisenden. Und tatsächlich klappt die Anreise am Sonntag mit der Lufthansa über Frankfurt wie am Schnürchen. Pünktlich landen wir auf Malta, dann noch mit der Fähre nach Gozo übersetzen und bis ich auf der anderen Seite der Insel am Hotel ankomme, ist es schon dunkel. Vom Balkon meines Zimmers sehe ich Palmen gegen den dunklen Himmel und den beleuchteten Pool unter mir. Hier werde ich es morgen (Tag zur individuellen Erholung) sicher aushalten und kann mich genüsslich meinem neuesten Krimi widmen: „Das Mädchen, das verstumte“, dem vierten Fall von Sebastian Bergmann.

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Ostseestammtisch

2015.10.31-01

Die „Kajüte“ ist wieder voll besetzt – (c) Bastian Hauck

Wie in jedem Jahr findet zur „Hanseboot“ der Ostseestammtisch statt. Ehemalige und zukünftige Rund-Ostsee-Segler treffen sich in der „Kajüte“ an der Alster zum Erfahrungsaustausch, zum Klönen, zum Tausch von Seekarten und überhaupt. Seit ich mit Enja 2012 unsere kleine Ostseerunde gesgelt bin, bin ich auch dabei. Inzwischen kenne ich immer mehr Segler, die sich jedes Jahr wieder dort treffen, und jedesmal kommen ein paar nette neue Kontakte hinzu. Im vergangenen Jahr hatte ich Sportbootkarten von Stockholm bis Helsinki an Tobias ausgeliehen, und heute bringen er und seine Eltern die Karten plus einer Flasche Rotwein wieder mit. Das ist ja nett! Zwei Segler, die nächstes Jahr mit ihrem 9-m-Wharram-Katamaran auf Ostseerunde gehen wollen, fehlen genau diese vier Kartensätze, sodass ich die nicht mal mit nach Hause tragen muß – sehr praktisch. Viel Spaß  im nächsten Sommer! Freue mich von Euch zu lesen!

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Saisonabschluss

Wieder an Land

Wieder an Land

Am vergangenen Sonntag war noch einmal ein super schöner Herbsttag. Blauer Himmel, Sonnenschein, 4-5 Windstärken um West. Aber ich gehe fremd, SNAEDIS steht nämlich schon an Land, vorletzte Woche ist sie aus dem Wasser gekommen und am Samstag habe ich die Plane draufgemacht. Am gleichen Abend bin ich nach Grömitz gefahren, um Marina und Uwe auf der ALAYA zu besuchen. Die beiden haben noch eine Woche frei gehabt und sind von Neustadt über Fehmarn bis in die Schlei nach Schleswig unterwegs gewesen und sind nun wieder auf dem Heimweg. Abends gibt es Pasta mit Tomatensauce „a la Uwe“, das heißt mit größeren Mengen an Knoblauch. Als ich an Bord komme bullert der Dieselofen und verbreitet gemütliche Wärme im Steuerhaus – im Hafen mehr das Wohnzimmer. Drei Stufen tiefer, in der „Wohnküche“ befinden sich Pantry und eine großzügige Essecke, nach vorne schließt sich ein „Gästezimmer“ mit separatem Bad an, davor ein „Arbeitszimmer“ und Stauraum für das Boot. Das „Schlafzimmer“ mit zweitem WC befindet sich im Achterschiff. So viel Platz. Aber kein Wunder, bei der Schiffsgröße (die ALAYA ist eine Formosa 51) und bei der Verwendung (die beiden wohnen ganzjährig an Bord).

Ein toller Herbsttag

Ein toller Herbsttag

Der Sonntag morgen empfängt uns mit blauem Himmel und Sonnenschein (siehe oben), die dunklen Wolken ziehen gerade nach Osten ab. Bis Neustadt ist es nicht sehr weit, und so segeln wir zunächst noch ein Stück weiter in die Lübecker Bucht hinein, versuchen den Kurs so zu legen, dass wir in der Sonne sein können, kalibrieren die Windmessanlage und die Logge, und experimentieren mit verschiedenen Holepunkten für die Genua und Travellerpositionen für das Großsegel. Im Laufe des Tages wird es etwas windiger und schnell ist die Genua eingerollt und die Stagfock gesetzt. Eine geniale Lösung vom Segelmacher Diekow: die Stagfock bleibt immer angeschlagen und hat einen Langsack, der auf der Backbordseite an der Reeling hängt und oben mit einem Reißverschluss versehen ist. Ein Handgriff, und das Segel ist bereit zum setzen, und nur wenig länger dauert es, das Segel wieder zu verstauen. In den Böen überschreitet der Wind zum Teil deutlich die 25 Knoten und Marina refft mal eben das Großsegel. Das Boot etwas höher an den Wind stellen, Großschot los, und auf Knopfdruck werden Unterliek gefiert und das Großsegel halb weggerollt. Mit den elektrischen Winden für die beiden Roll-Groß- und Besansegel lässt sich das Boot locker zu zweit bzw. sogar alleine segeln.

Und überhaupt lassen sich die 30t der ALAYA von den Böen und den kleinen Ostseewellen nicht sonderlich beeindrucken. Ein tolles Reiseschiff.

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Vor Sonnenuntergang…

Der Mast liegt im Mastenschuppen

Der Mast liegt im Mastenschuppen

… liegt der Hafen von Strande im goldenen Licht. Das Wetter meint es noch einmal gut mit den Seglern, aber für uns ist die Saison schon zu Ende. Am vergangenen Wochenende haben SNAEDIS und ENTE gemeinsam den Mast gelegt, an diesem Wochenende habe ich Segel, Schoten, Polster und die vielen Kleinigkeiten aus der Pantry von Bord geräumt und nach Hause befördert und in der Wohnung macht sich wieder der „Seefahrtsgeruch“ der Polster breit. Stück für Stück wird da in den nächsten Jahren wohl mal Ersatz fällig. Schon etwas vor der gemeinsamen Slipaktion Ende Oktober kommen unsere beiden Boote in der nächsten Woche an Land. Was macht der Segler im Winter? Natürlich überlegen, wo die nächsten Reisen hingehen werden… 🙂

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Nochmal Marstal

Zahlenwimpel "1" im Achterstag, kennzeichnet mich als Einhandsegler

Der Zahlenwimpel „1“ im Achterstag kennzeichnet mich als Einhandsegler

Eigentlich wollte ich am vergangenen Wochenende gar nicht zum Boot, aber der Wetterbericht war sooo gut, dass ich am Freitagabend doch spontan nach Strande gefahren bin. Samstags WNW 3, Sonntags NNW 4, später abnehmend, keine Frage, es würde nochmal nach Marstal gehen. Strahlend blauer Himmel, in der Sonne noch herrlich warm, im Schatten allerdings schon etwas kalt. Die ENTE mit Doris und Heiner ist auch unterwegs, aber schon seit Freitagnachmittag. Sie sind am Freitag schon nach Maasholm gesegelt, und wir haben uns für den Samstag in Marstal verabredet. Ich bin schon früh unterwegs und komme fast gleichzeitig mit der ENTE in Marstal an. Als ich in die Hafeneinfahrt einbiegen will, warten dort eine Menge Dänische Boote unter Segeln. Gerade vorher sind ein paar Ruderboote ausgelaufen, mit dem nächsten Schuß starten die Segler (wohl zum Absegeln) und als ich denke, nun ist alles frei, machen sich mit dem letzten Schuß die Motorboote auf dem Weg zum Ab-„Segeln“.

Sonntagmorgen, den Bug wieder nach Süden gerichtet

Sonntagmorgen, zurück nach Hause

Der Hafen und insbesondere die Gästestege sind ungewohnt leer. Jedes neue Deutsche Boot scheint vom KYC zu sein, oder zumindest aus Kiel zu kommen. Kein Wunder bei dem Wetter. So können wir ein Anleger nach dem anderen verfolgen (und kommentieren). Später am Nachmittag laufen sechs gleiche HR 34 vom British Kiel Yacht Club ein. Spannend zu sehen, wie die Engländer ihre Anleger fahren und rückwärts in die Boxen einparken. Eines der Boote hat sich an einen anderen Steg gelegt als die übrigen fünf, die alle nebeneinander liegen. Das stört Doris‘ Ordnungssinn. Nach dem Abendessen treffen wir uns mit Doris und Heiner, Leena und Carsten bei Antje und Stefan auf dem SCHRAT und vernichten die übriggebliebenen Getränkevorräte der Saison.

Einlaufend in die Förde

Einlaufend in die Förde

Am Sonntag das gleiche herrliche Wetter. Der Wind kommt etwas raumer und statt mit der großen Genua kann ich mit dem Gennaker fahren. Mal wieder ein paar Fotos mit dem sonnengelben Vorsegel. Die Engländer haben alle den Spinnaker gesetzt, aber SNAEDIS ist etwas schneller. Die vier, die vor mir ausgelaufen sind, habe ich bis Kiel Leuchtturm fast alle eingeholt. Einer der Engländer traut seinen Augen nicht, als ich in Lee unter ihm durchfahre. Aber er hat seinen Spinnaker auch viel zu eng geschotet. BARLAVENTO vom KYC ist etwas schneller als ich (eine Comfortina 38), aber sie sind irgendwann zu weit nach Lee gefahren, sodass ich in Strande nur ganz knapp nach ihnen ankomme.

Gut, dass ich schon so zeitig unterwegs war. Nachmittags erreicht mich Mara’s sms, „Kannst Du mich um 18:12 Uhr am Bahnhof in Harburg abholen? Bin krank!“ Na klar, Taxi kommt gleich 🙂


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