Nach Ibiza

Kurs Ibiza

Kurs Ibiza

Halb 7 Uhr aufstehen, 9 Uhr auslaufen. Noch pfeifen ordentliche Böen durch den Hafen und wir setzen zur G3 das Großsegel mit dem 1. Reff. Das reicht eine ganze Weile für 9-9.5 Knoten. Hoher Seegang von der Seite. Obwohl ich die erste Zeit steuere merke ich, dass ich den Seegang heute nicht vertrage. Nachdem Antje übernimmt, lege ich mich nach Lee auf die Cockpitbank. Bloß nicht bewegen. Sogar Leena, die sonst nie seekrank wird, ist etwas angeschlagen.

Jan und Stefan geht es gut

Jan und Stefan geht es gut

Als wir die Nordspitze von Ibiza passiert haben werden Wind und Seegang weniger, das belebt die seekranke Hälfte der Besatzung wieder. Als wir nachmittags auf Ibiza Hafen zu segeln, kommt sogar noch die Sonne heraus. Zahlreiche High-Speed-Fähren laufen ein und aus, als wir uns dem Yachthafen nähern. Wir bekommen einen Platz im „Club Nautico Ibiza“ mit einem wunderschönen Blick auf die Altstadt mit der beleuchteten Festung bzw. Stadtmauer. Als Snack gibt es zum Einlaufbier Spanische Wurst, Feta, Oliven, Kapern und Brot. Danach einen ersten Rundgang durch die Altstadt.

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Port Andratx

Port Andratx

Port Andratx

Heute soll es ungemütlich werden, N6, in Böen 7, Schauer, Regen. Entsprechend unruhig war die Nacht, die ARNDT schwoit teils heftig hin und her und nachts hatte man in der Koje die Idee, wir wären bereits unterwegs. Als wir um 8 Uhr auslaufen ist es aber noch moderat und wir setzen die G3 mit ungerefftem Groß, aber kurz nach 9 Uhr binden wir schon das 1. Reff ein um 10 Uhr das 2. Reff. Eine halbe Stunde später sind wir schon wieder am Cabo Blanco unter Landschutz und können ein ganzes Stück abfallen mit Kurs auf Port Andratx. Aus Palma laufen in dichten Abständen Fähren und RoRo-Carrier aus, vermutlich mit Kurs nach Ibiza, Valencia oder Barcelona. Wenige andere Segler sind unterwegs. Wir haben Glück, den ganzen Tag über bleibt es trocken, kurzeitig zeigt sich sogar die Sonne. Von der Steilküste vor Andratx kommen heftige Fallböen hinunter.

Im Hafen Ölzeug aus, ein Einlaufbier, dann machen wir einen kleinen Fußmarsch in die Stadt, trinken einen Café „con leche“ (!), schauen nach einem Restaurant für das Abendessen, besorgen ein paar Ersatzteile für das Schiff und Proviant im Supermarkt für uns. Zurück an Bord machen wir uns landfein für das Abendessen. Leena hat vorhin ein kleines familiäres Fischrestaurant gesehen, dahin wollen wir. Jan und Stefan probieren eine Paella mit Fisch und Meeresfrüchten (mit Knochen und Schalen), Carsten Fisch in einer Tomaten-Knoblauch Sauce (riecht extrem lecker), Antje gegrillten Goldbutt und Leena und ich bekommen eine gegrillte Seezunge.

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Isla de Cabrera

"Hauke, wo sind die Riemen?"

„Hauke, wo sind die Riemen?“

Morgens ist es noch frisch, aber das Wasser ist „warm“ und nach Carstens Ansage gestern Abend, „Morgen früh wird angebadet!“ sieht man bei uns an Bord drei Wikinger kurz ins 13°C kalte Wasser hüpfen. Jan macht heute das Frühstück, sogar für jeden von uns ein Ei in individueller Härte. Unser Nachbar geht zuerst Anker auf, dann folgen wir. Es dauert eine Weile, bis wir alle Leinen und Anker wieder eingesammelt haben. Insbesondere, weil wir die Riemen des Pustedinghies nicht finden können und ein Fenderbrett als Paddel verwenden müssen.  Hoch am Wind segeln wir in Richtung der Isla de Cabrera, einer Inselgruppe südlich von Mallorca, die unter Naturschutz steht. Wer dort hin will, muss sich zuvor anmelden und eine Boje reservieren. Zu dieser Jahreszeit noch kein Problem.

ARNDT an der Mooringboje

ARNDT an der Mooringboje

Die Strecke ist nicht weit, nur 13 sm sind es von der Cala Pi aus. Eine Burg thront hoch oben über der Ankerbucht, die gegen fast alle Windrichtungen gut geschützt ist. Wir setzen mit den Dinghi über (diesmal mit Außenborder), wandern hoch zur Burg und haben von dort einen phantastischen Blick über Ankerbucht und Insel. Während der Rest der Crew noch eine Spaziergang zum Inselmuseum unternimmt, setze ich mich auf die Terrasse der Taverne und trinke einen Espresso. Nachmittags reist die Bewölkung auf und es wird windiger. Natürlich aus Nord, die einzige Windrichtung, gegen die die Ankerplätze nicht so gut geschützt sind – entsprechend „rollig“ ist es an unserer Mooring Boje. Abends macht Antje Spaghetti Carbonara, dazu gibt es Rotwein und sie erklärt uns wie das ist mit Frühlingsanfang, Vollmond und Ostern.

Isla de Cabrera

Isla de Cabrera

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Palma und Cala Pi

Yachten im Kokon

Yachten im Kokon

Ich bin früh wach, draußen ist es grau, Regen tröpfelt an Deck. Ich lese meinen angefangenen Krimi zu Ende. Langsam rühren sich auch meine Mitsegler. Direkt im Hafen ist ein kleines Café, in dem wir frühstücken. Direkt daneben ein Mini-Spar, wo wir uns verproviantieren können. Nachdem wir den Einkauf an Bord verstaut haben und auch Antje’s Gepäck glücklich an Bord angekommen ist, sehen wir uns Palma an. In Palma wird heute ein Marathonlauf veranstaltet und die Straße am Wasser entlang ist für den Autoverkehr gesperrt. Durch kleine Gassen schlängeln wir uns zur Kathedrale. Ein beeindruckender Bau. Auf dem Rückweg zur Marina findet Carsten, dass er Lust auf einen Café „con leche“ hätte, vielleicht mit etwas mallorkinischem Gebäck. Das ist prima, wir anderen finden das auch, und der „con leche“ wird das Motto auf dieser Reise bleiben.

Einfahrt in die Cala Pi

Einfahrt in die Cala Pi

Zurück an Bord verduften Antje und Leena schnell noch einmal unter die Duschen, während wir anderen die ARNDT seeklar machen. Nachmittags um halb fünf laufen wir aus, wir wollen heute noch eben „um die Ecke“ zur Cala Pi, einen kleinen engen Einschnitt in der Küste östlich des Cabo Blanco. Der Wind reicht jedoch nur für 3-4 Knoten, sodass wir schon nach kurzer Zeit den Motor um Unterstützung bitten müssen, um noch im Hellen anzukommen. In der Cala Pi ist nur Platz für wenige Boote. Ein etwas kleineres Charterschiff ist schon da, liegt vor zwei Bugankern damit sie nicht so schwojen und mit einer Achterleine an Land. So machen wir es auch. Während wir das Boot auf türkisblauem Wasser verankern, macht Leena uns ein leckeres Risotto.

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Full Speed

Palma de Mallorca

Palma de Mallorca

Der erste Urlaubstag, heute Anreise nach Mallorca. Der Flug geht erst um 13 Uhr, so habe ich morgens noch Zeit beim Friseur vorbeizuschauen. Danach werfe ich meine orangefarbene Segeltasche auf den Rücken und krieche wie eine Schildkröte zur S-Bahn. Als ich mein Gepäck am Flughafen einchecke, erwarten mich Antje und Leena schon. Sie sind mit dem „Kilius“ aus Kiel gekommen und wir haben noch eine gute halbe Stunde Zeit für einen Kaffee und ein Croissant. Was fehlt, als wir zur Boarding Zeit zum Gate gehen, ist das Flugzeug. Unser Flieger kommt schon mit Verspätung in Hamburg an, aber der Flugkapitän verspricht uns, uns mit „Full Speed“ nach München zu fliegen um die Verspätung wieder aufzuholen. Von München aus nach Mallorca haben wir einen super Blick auf die verschneiten Alpen und pünktlich landen wir an unserem Ziel. Leenas und meine Tasche kommen schnell vom Gepäckband, nur Antjes Gepäck lässt auf sich warten. Und warten. Bis wir schließlich doch zum „Lost Baggage“ Schalter müssen. Antje ist total genervt. Zum Glück soll ihre Tasche morgen gleich mit dem ersten Flug aus München nachkommen und direkt in den Yachthafen geliefert werden. Ein Taxi bringt uns zum „Club Nautico“ und nachdem wir an Bord eingezogen sind, machen wir mit Stefan, Carsten und Jan, die schon vor uns an Bord der ARNDT eingetroffen sind, einen Spaziergang ins nahe Viertel mit den Bars und Restaurants.

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Langfahrt 1936

01 Essenel IIDer Bericht „Langfahrt 1936“ ist von meinem Vater, der auch seit seiner Jugend ein begeisterter Segler war und zunächst in der KSV (Kieler Segler Vereinigung), und später im KYC (Kieler Yacht-Club) und YCS (Yacht Club Strande) Mitglied war.

Photos und Texte sind aus seinem Photoalbum von der Langfahrt mit dem 30 m² Vertenskreuzer „Essenel II“ ex „Saunagl II“ im Sommer 1936, das ich schon als Kind immer gerne angeschaut habe.

Nachdem der Bootsname „Saunagl II“ von den Nazionalsozialisten verboten worden war, taufte der Eigner das Boot in Sau-Na-geL = „Essennel“ um.

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Warum nicht einmal Mittelmeer?

Die ARNDT in Cowes auf dem Weg ins Mittelmeer

Die ARNDT in Cowes auf dem Weg ins Mittelmeer

Seit Ende Juli des vergangenen Jahres ist das Flaggschiff der Schulungsgruppe des Kieler Yacht-Club, die ARNDT (eine X-442), auf dem Weg ins Mittelmeer mit dem Ziel Korsika/Elba, um den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben auch einmal im Mittelmeer zu segeln. Über Cherbourg, mit einem Abstecher nach England, um zum dritten Mal am legendären Fastnet-Race teilzunehmen, ging es über die Biskaya nach La Coruna und nach zwei weiteren Crew-Wechseln war Ende September mit Gibraltar das Mittelmeer erreicht. Die ersten Törns um die Balearen liegen bereits im Kielwasser und im Moment liegt die ARNDT schwimmend im Winterlager in Valencia. Dort wird sie noch vor Beginn der weiteren Reise aus dem Wasser genommen, die üblichen Winterarbeiten werden durchgeführt sowie die Spuren der ersten 4.000 Seemeilen beseitigt. Nach der „Winter“-Pause geht es Anfang März mit 1-wöchigen Reisen um die Balearen weiter, bis der Bug Anfang April weiter in Richtung Korsika und Elba gerichtet wird.

Am 19. März werde ich mit ein paar Freunden nach Mallorca fliegen und wir werden eine Woche mit der ARNDT segeln. Zielhafen ist Valencia, wo wir das Boot am 26. März an unsere Nachfolger-Crew übergeben werden. Über die Ostertage werden wir dann noch die Möglichkeit haben Valencia kennenzulernen. SNAEDIS wird daher in diesem Jahr erst etwas später ins Wasser kommen. Erst Mittelmeersegeln, dann Winterarbeiten.

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Doublehand Racing on a CO32

ROLEX Fastnet 2015

ROLEX Fastnet 2015

On facebook I found this nice story worth sharing it with the comminity and preserving it for myselfe. A report from Lucie Allaway and Tom Barker racing the last years Fastnet 2015 in Lucies Contessa 32 (CO597) „Hurrying Angle“, one of the smallest boats on the course. The Fastnet Race is a long distance race over 650 seamiles, starting in Cowes, going around the Fastnet Rock offshore the Irelandic coast and finishing in Plymouth.

Back in 2014 Lucie and I came up with a crazy idea. “Let’s do the 2015 Fastnet Race double handed, and let’s do it in Hurrying Angel (Lucie’s family Contessa 32) as the slowest handicap boat.” Actually, scrap the word ‘crazy’ and replace itwith ‘mind bogglingly mad’. I had completed 5 Fastnet Races and Lucie 4, with my double handed and solo experience I knew it would it be tough but do-able – and tough it certainly was. And with that, we embarked on our challenge, but just to make it a little bit more challenging we had to plan around the inshore campaign I was running for Ilex which included Cowes Week which finishes 2 days before the Fastnet starts.

Expecting the usual hectic nature of Cowes Week we had tried to anticipate everything that would be needed to be done in order to minimise any pre-race stress and time wasted. To this end, planning started months out with menu options, estimated routings for historic wind forecasts, tidal gate strategies and maintenance / boat work schedules.

But no plan ever goes to quite the way you expect. Just to aid the pre-race stress levels the Royal Ocean Racing Club had asked Lucie and I to partake in their press conference on the Friday morning as we were the slowest handicap boat entered in the race. There we were, sat on a long table next to some of the greats of the sailing world: Ken Reed – Comanche (and North Sails President – effectively my boss…); Morgan Lagraviere- Safran, IMOCA 60 and comedian Gryf Rhys Jones racing his S&S Yawl, as well as other well-known names of the sport – It was a daunting experience but a great one all the same and we wanted to show that we were serious about racing but realistic in our expectations of our final result. With a light wind start forecast followed by stronger breeze later in the week, many were predicting it to be won by a small boat not the big carbon monsters who’d lead us around the race course.

Hurrying Angel (HA) was kept in East Cowes Marina during Cowes Week as mothership to Ilex of Upnor, the X-332 we were racing that week. HA carried a lot of ‘cruising kit’ for this week and at the end of the week all this kit had to be removed and HA went on a weight loss programme to make her the racing snake she is. A large part in helping towards this was aided by Harry and Ann, Lucie’s parents, who brought across all of HA’s racing kit on the Saturday to East Cowes Marina and took away any unwanted kit. Knowing we had this opportunity to prepare her well, we had cooked our food weeks before to be frozen and put on the boat as late as possible in order to keep the cool box cooler for longer; our race kit bags were packed separately from our Cowes Week stuff and sails could be kept in doors and not on deck in case it rained.

In preparing HA to race we had made no alterations to her standard lay out but ensured that all kit carried was essential and needed. Weight was carried as low as possible and confined to the cabin area – there was no weight forward except for her storm sails and just a spare halyard in the cockpit locker. HA has a water tank situated centrally in line with the bilge below the floor boards so carrying 30L of our water supply in there was a sensible idea. Our secondary water supply was carried in the form of 8 x 2L bottles of water stowed near the mast step.

"Hurrying Angle" at the start

„Hurrying Angle“ at the start

Being double handed meant that even on a relatively cramped Contessa we had enough space to store everything away and therefore could choose food we knew would work well without opting for space saving freeze dried meals. Our food was pre-planned with main meals comprising of fresh frozen food of mince and pasta for the first 3 days, followed by tinned meals and boil in the bag rice for the next 3 days. We carried 2 days’ worth of emergency rations in the form of boil in the bag meals that could be eaten cold should the weather be too severe to cook safely in rough seas. Breakfast was porridge and lunch was sandwiches and pasta. We also had enough snacks, chocolate, biscuits, malt loaf and coffee to feed a crew of 16 for a week. From previous races we have learned that maintaining each other’s morale and energy levels is key and we know that this can easily be achieved by regular re-fuelling and re-hydration.

Race Day

After we’d posed for the traditional pre-race crew photo perched on the bow of the boat, we cast off our lines and went out to the starting area.
H-15 minutes – Boat is ready to go, we are ready to go. One last cup of coffee and a moment of quietness to focus.
H–10 minutes – Jib up and manoeuvring in to our preferred starting area.
H-5 minutes – Start area getting crowded as everyone is looking for clear air – a few cheeky French are still using engines until 30 seconds before the start.
H Hour – Go! And no one is going anywhere very fast as there is no wind… In fact the IMOCA 60s and MOD 70s who started 20-30 minutes before us, were only 100m from the start line!

For the next 3 hours we fought to get any boat speed as the fleet drifted with the west going tide out of the Solent. This was definitely the most sedate yet stressful start to the race I’d experienced. Eventually we could see a ripple of sea breeze starting to set in and the sails set nicely, the boat lent a little and the speed started to build until we were powering out of the Solent at what felt like Mach 1, which in fact was only 4-5kts in 8-10kts of breeze but compared to earlier this amazing.

Now the race had ‘properly started’ we were able to settle into routine and work out how badly the drift had messed with tidal gate calculations and, like the rest of the fleet, what our strategy was now. I managed to download a Grib file (wind, wave, pressure, rain charts) and saw our best option was to head South towards the Casquets TSS and then tack towards Landsend. An option which paid off as we held on to faster boats who couldn’t fully power up in the lighter airs.

Our routine was 2 hours on watch, 2 hours off during the day and ‘1 ON, 1 OFF’ at night so we quickly fell into a pattern of ‘Eat, sleep, sail, repeat’. I have found this watch pattern of short napping works well to maintain energy levels whilst not allowing the person on deck to get over tired and distracted by clock watching.

The first few days were light and shifty. Playing wind shifts was key and anticipating positioning around tidal gates played a large part of our strategy. We had a few shut downs (no wind periods) but luckily the tide was nearly always with us so we could drift in the right direction and rest up. In fact Lucie managed a spot of sun bathing on one particular drift. However, on one shut down we had to kedge near Start Point (drop a light anchor over the side of to hold ground against foul tide). With a water depth of 55m, we found a spare 20m halyard and attached it to the chain and 40m of Kevlar line we usually use. We were lucky and managed to snag a rock or something and stayed still for 4 hours as the tide built, carrying some competition backwards and then started to turn in our favour again. Pulling all this back up was a tough job and after we’d wrangled the kedge back on deck we stumbled toward the cockpit and sat in breathless silence for a minute whilst the boat drifted westwards.

Eventually the wind built, and we were able to make good progress beating to Lands End. As we passed to the south west of the Lands End TSS on Tuesday evening we bore away to a North Westerly course to cross the Irish Sea. One last grib download was possible and we saw that during the night the wind was predicted to build further and visibility was to decrease. This all happened within a few hours of sunset, the wind built to 25 knots from the south-west and very soon we were on our reaching number 3 genoa, ploughing into choppy seas with no visibility and low dark clouds. Unable to see any wave crests from the confused sea in pitch black, the ride was a little uncomfortable to say the least but we powered on with our long keel splitting the waves, over taking a few boats that were struggling with their more modern shallow hull, deep keel designs. During the night, the wind continued to build and we were soon on our Number 4 blade jib – a small yankee cut sail – which had us powering along with 2 reefs in at 6-7 knots. As day broke we had made good progress across the Irish Sea and with day light we could see the waves better and our speeds built to consistent 7 knots all the way to the Rock.

In the low visibility we couldn’t see any other boats, but thanks to AIS we could see there were some other racers around and a few cargo / fishing vessels. Lucie had most of the excitement with other boats, dodging a survey vessel that loomed out of the mist that hadn’t been picked up by AIS, as well as seeing a Nic 55 power past to leeward under full canvas – it was good to know it had taken them that long to pass us but annoying to know they could still carry bigger sails.

That evening we approached the Rock! Lucie was on the helm and I guided us round at the plotter so as not risk getting to close – although she thought I’d taken us too close when there was a loud wave crash on the rocks and the smell of fish – luckily we were just down wind of the spot where the seals like to shelter and the wave crash was a false alarm. A small glass of champagne to celebrate getting to the Rock and then back to business as we still had to get back!

The weather didn’t let up but luckily sailing a reciprocal course meant once we’d cleared the Fastnet TSS we were back on a reaching course, just leaning the other way, heading towards the Scillies and by Thursday evening we were nearly out of the Irish. Overnight the wind eased a bit and we were able to change to a larger genoa to maintain speed and began to watch the GPS ETA which had us arriving in time for the Friday night party (a personal goal of ours).

In the early hours of Friday morning we passed the Scillies and managed to get the kite up and start running towards Plymouth. With a renewed enthusiasm after a tough few days we were determined to get to finish as soon as possible and started rotating through being on deck and power napping to every 5 miles of DTG (Distance To Go) ticked off. This effectively meant we rotated every 45-50minutes during the day time, but as we got closer to Plymouth the wind started to ease and our hopes of getting in for the Friday night party started to falter until eventually at 2200hrs we were 2 miles from the finish in 2 knots of breeze and going very slowly. We had 2 hours to cross the line before the tide running out of Plymouth Hove would be too strong and we would have to kedge in sight of the finish. When we realised this might happen we worked extra hard and used our last reserves of energy to focus and get the boat to the finish. Luckily we caught a breath of wind and were heartedly congratulated by the RORC team sat in the Plymouth Break Water light house who’d been watching our mast head navigation light bob around for the last few hours. We crossed the finish line at 2347 on the Friday.

Before the escort rib could guide us in, there was one last thing to do. I got down on one knee and proposed to Lucie. I had taken the ring all the way round the race hidden away in the med kit box (that would have made an interesting incident had we needed to open it). Of course she said ‘Yes!’, I say ‘of course’ – there was a chance she might have said no, but I assumed that because we’d made it all the round the Fastnet and not thrown each other over board it was a fairly safe bet.

Tom and Lucie

Tom and Lucie

As we started the engine and dropped the sails in a heap on the deck we felt an odd sense of ‘This isn’t right!’ as we could use the engine for propulsion. We followed the escort rib in, sipping on a bottle of champagne but we were worried everyone would have been gone big at the closing party and would be passed out on their boats. But as we passed the shore side crew bar there was a massive cheer and flash of torches as dozens of people welcomed us back in. This was an amazing feeling, we couldn’t stop smiling, and as we came alongside our berth the boat was swamped by friends from other boats. We were totally overwhelmed by the sudden crowd after five days of isolation that we directed the drunken rabble to flake our sails and others shoved glasses of beer, rum and whiskey in our hands and ran below for two final minutes of solitude. After that we were frog marched to the bar and were still there as the sun came up…

In summary, it was a great experience which we both loved. It was an amazing feeling to complete my 6th Fastnet (2nd in a double handed crew) an although at the time you say ‘Never again!’ it only takes a couple of weeks before you start itching for the next challenge and endless horizon.

Results:

Elapsed – 5 days 11 hours 27 minutes
IRC Double Handed – 44 out of 54
IRC Class 4 – 42 out of 71
IRC Overall – 216 out of 309

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Schmerzhafte Erinnerungen?

Die sorgloste Zeit meines Lebens...

Die sorgloste Zeit meines Lebens…

„Wer von euch war auch schon einmal länger unterwegs? Nicht Wochen, sondern Monate oder auch Jahre? Hat Job und Partner oder Familie zurückgelassen? Hat sich eine längere Auszeit gegönnt? Dann würde ich gerne wissen, wie ihr mit dem Thema Erinnerungen umgeht. Denn ich habe damit so meine Probleme. Warum? Sie tun so weh! Sie erinnern mich an eine der sorglosesten Zeiten meines Lebens. An Freiheit. An Abenteuer.“

Noch einmal Alands...

Noch einmal Alands…

Das postet heute Claus Aktoprak, „The Sailing Bassman“ auf seinem blog luvgier. Die Frage beschäftigt mich. Zwar war ich mit meiner Tochter Enja 2012 nur zwei Monate unterwegs, habe nicht den Job aufgegeben, habe keinen Partner zurückgelassen (meine Frau und ich hatten uns gerade getrennt). Im Gegenteil, ich hatte mit Enja ja sogar einen Teil der Familie dabei. Was der jüngeren Tochter sicherlich schwer gefallen ist, „allein“ zurück zu bleiben. Tatsächlich empfinde ich das ebenso, die Erinnerungen an die zwei Monate sind Erinnerungen an die sorgloseste Zeit meines Lebens, an Freiheit und Abenteuer, und auch heute nehme ich mir immer mal wieder gerne (vorzugsweise im Winter) Enja’s Reisebericht „Wie ein Schwan sei meine Seele“ hervor und schwelge auf dem Sofa liegend in Erinnerungen. Freudig, etwas wehmütig und in liebevollen Gedanken an die gemeinsame Reise mit Enja – aber es tut nicht weh.

... und weiter nach Norden!

… und weiter nach Norden!

Es sind Momente in denen ich überlege, wo wird die nächste Reise hingehen? Was möchte ich als nächstes neues ausprobieren? Wohin mit der SNAEDIS im nächsten Sommer? Wann (und vor allem, wie kann ich das realisieren?) möchte ich die nächste längere Segelreise machen? Vielleicht zu meinem 55. Geburtstag in ein paar Jahren drei bis vier Monate unterwegs? Noch einmal wie mit Enja in Richtung Ålands und weiter bis Haparanda, Kemi, Oulu? Eines ist mir klar, ich werde nicht damit warten bis zum Rentenalter. Zu oft habe ich es schon erlebt, dass man dann doch lange nicht mehr alle Träume verwirklichen kann, wie viele es sicht ausgemalt haben.

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Rollvorsegel

(c) Reckmann

(c) Reckmann

Vor einiger Zeit war im Internet die Geschichte eines Pärchens zu lesen, das im Sturm auf dem Mittelmeer ihr Boot verloren hatte. Ausgangspunkt war eine gerissene Reffleine des Rollvorsegels, das Vorsegel rauschte aus, zerriss im Sturm in Fetzen, was letztlich dazu führte das kein kontrollierter Kurs mehr gesteuert werden konnte und das Boot als Totalschaden auf einem Felsen endete. Facebook Freund Michael Ziegler kommentierte das damals mit, „mal wieder was gegen Rollvorsegel spricht – ich bleibe aber trotzdem dabei“.

Kurz danach war ich einen Nachmittag auf der ALAYA (einer 53 ft Ketsch mit Roll Vor-, Groß- und Besansegel) von meinen Freunden Marina und Uwe einen Nachmittag auf der Lübecker Bucht segeln und habe hier davon berichtet – und mir einen hämischen Kommentar eingefangen: „Wenn Du auf so ein Rollsegelding umsteigen willst, dann sag Bescheid. Die SNAEDIS hätte es bestimmt gut bei uns.“ Wieso die Skepsis gegenüber den Rollanlagen? Ist sie heute noch berechtigt?

(c) Neutrogena

(c) Neutrogena

Wenn man im Sommer durch die Häfen streift stellt man fest, das es kaum noch Boote ohne Rollvorsegel gibt. Auch Langfahrtsegler Heide und Erich Wilts mit der neuen „Freydis III“: zwei Rollvorsegel. Auf dem Volvo Ocean Racer „Neutrogena“: Roll-Stagsegel, Roll-Genua und das Code-Zero ebenfalls auf einem Furler. Auf der Homepage von Reckmann das Foto einer Superyacht mit drei Rollanlagen auf dem Vorschiff.

Als wir die SNAEDIS gekauft hatte, war noch eine weitere Avance 36 in der engeren Wahl. Rollanlage mit neuer Genua 1 und Genua 2. Die große (150%) Genua zum Regattasegeln, die kleinere (135%) Genua zum Tourensegeln. Mehr aus dem Bauch heraus habe ich mich damals für die andere Avance 36 mit Stagreitern entschieden, mit großer Genua, Fock und Sturmfock als Garderobe. Warum? Beil allen technischen Kniffen, die man inzwischen herausgefunden hat – wenn man es zu weit weggerefft hat steht so ein Rollvorsegel eben nicht mehr vernünftig und müsste dann gewechselt werden. Genau das war auch das Problem des Pärchens im Mittelmeer, „Da das ganz klein gesetzte Vorsegel gegen den Wind keine Wirkung mehr hatte…“.

(c) Heide und Erich Wilts

(c) Heide und Erich Wilts

Viele Segler, die auch mal längere Strecken bei mehr als 5-6 Bft unterwegs sein wollen (oder müssen) und ihr Vorsegel auf einer Rollanlage fahren, haben deswegen ein Solent-Stay nachgerüstet. Ein losnehmbares zweites Vorstag, das etwas unterhalb der Rollanlage angreift, aber noch so hoch das man keine Backstagen fahren muss. Das Stag kann aus Draht sein, wird heute aber meist lieber aus Dyneema gefertigt und über eine Talje oder einen Klapphebel gespannt. Ein Finnischer Avance 36 Eigner hat auf seinem Boot so etwas nachgerüstet, die „TamTam“ von Birte und Nico (eine Albin Ballad auf Langfahrt) ebenso. Dann kann man die Rollgenua (üblicherweise eine 135% Genua) in einem vernünftigen Windfenster verwenden und wenn es mehr weht, kommt ein konventionelles Starkwind- oder Sturmsegel am „Solent Stay“ zum Einsatz. Das Vorsegel auf der Rollanlage muss nicht unterwegs auf See gewechselt werden. Eigentlich ein modernes Äquivalent zur klassischen Kuttertaklung.

Und wenn die Yachten groß genug sind und mit zwei oder drei Rollanlagen ausgerüstet sind wie auf den VO60 oder auf den Superyachten werden die Rollanlagen sowieso nicht zum Reffen verwendet (sind möglicherweise nicht einmal dafür ausgelegt), sondern ausschließlich um ein Vorsegel schnell bergen zu können, wenn die Situation es erfordert. Und dann wird statt dessen mit dem nächstkleineren Vorsegel weiter gesegelt.

Robin tauscht in luftiger Höhe das Spifall aus

Maintenance im Rigg

Auf dem „Walross4“, mit dem ich vor zwei Jahren von den Azoren nach Porto gesegelt bin, war es Usus nach jeder Etappe (typischerweise 4 Wochen) das Rigg genau zu inspizieren. Einer aus der Besatzung wurde den Mast hochgezogen, hat die Wantaufhängungen, die Salingsbeschläge, die Fallaustritte und den Masttop in Augenschein genommen, und dann auf dem „Rückweg“ nach unten das Profil der Rollanlage, insbesondere die Befestigung der einzelnen Segmente untereinander geprüft. Zum Schluss den Rollmechanismus, die Trommel und die Reffleine. So sollte man es machen sein, um vor Überraschungen bei Schlechtwetter weitgehend sicher zu sein. Und die Möglichkeit haben, ein klassisches Sturmsegel zu setzen. Dann spricht auch nichts gegen Rollsegel.

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